invasive Pflanzen und Tiere
Keine fremden Pflanzen

Durch den weltweiten Güter- und Personenverkehr gelangten in den letzten Jahrzehnten viele Tiere und Pflanzen in die Schweiz, die hier ursprünglich nicht heimisch waren.

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Japanischer Knöterich

Japanischer Knöterich

Schweiz am Sonntag

Einige dieser Pflanzen und Tiere verbreiten sich stark und lösen in der Folge bei Menschen Allergien aus oder verdrängen seltene heimische Arten. Andere beeinträchtigen Land- und Forstwirtschaft.

Das verursacht hohe Kosten, und die Tendenz ist steigend. Wie der Regierungsrat mitteilte, hat er einen Mass-nahmenplan zur Bekämpfung der so genannten invasiven gebietsfremden Organismen verabschiedet. Er ist auf die Freisetzverordnung des Bundes abgestimmt.

Neben der Prävention und Information ist es wichtig, dass man weiss, wo sich diese Organismen schon ausgebreitet haben. In diesem Bereich sei der Kanton Zürich einer der Pioniere: Dank webbasierenden Kartierungen von Pflanzenbeständen kann er sich ein gutes Bild von deren Ausdehnung und der Entwicklung der Vorkommen machen.

Dieses Wissen wird bei einer Informationsstelle der Baudirektion gesammelt und von dort an Fachleute beim Kanton und den Gemeinden sowie an Private und Firmen weitergeleitet. Davon ausgehend sind bereits heute seitens des Kanton und einiger Gemeinden schon verschiedene Informations-, Präventions- und Bekämpfungsmass-nahmen im Gange.

Nun hat der Regierungsrat einen Massnahmenplan für die Jahre 2009 bis 2012 verabschiedet und die Baudirektion mit dessen Umsetzung beauftragt. Der Massnahmenplan soll Klarheit schaffen und die Kräfte bündeln.

Der Plan ist auf die im September 2008 revidierte Freisetzungsverordnung des Bundes abgestimmt. Diese verpflichtet die Kantone zur verstärkten Bekämpfung der schädigenden Organismen und zur Überwachung des konkreten Umgangs mit diesen Pflanzen und Tieren. (liz)

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