Keine Einsprachen für Ofen 3

Der Neubau für die Ofenlinie 3 für 118 Millionen Franken ist auf gutem Weg. Im gastfreundlichen Klima von Gontenschwil sagte der Kehrichtverband Aarau-Lenzburg Ja zum Budget 2010 und zu allen Vorlagen.

Drucken
Teilen
feuer.jpg

feuer.jpg

Aargauer Zeitung

Hans Lüthi

Das Grossprojekt für die neue Ofenlinie innerhalb der bestehenden KVA Buchs gleich neben der Autobahn ist auf gutem Weg: «Während der öffentlichen Auflage des Baugesuchs gab es keine Einsprachen, wir hoffen noch dieses Jahr auf die Baubewilligung», sagte Geschäftsleiter Hans Suter nach der Versammlung in Gontenschwil. Verbandspräsident Guido Fischer zeigte den 40 Abgeordneten aus den 86 Gemeinden und dem Verband oberes Fricktal das weitere Vorgehen. Derzeit befassen sich die Fachstellen des Kantons mit dem Projekt 2010, nach der Ausschreibung ist bis Mitte des nächsten Jahres mit der Vergabe der Hauptlose zu rechen, ebenso mit ersten Vorarbeiten. Der Bau wird erst Mitte 2011 beginnen, bis 2013 soll die Ofenlinie 3 für 118 Millionen Franken realisiert sein. Die Jahreskapazität bleibt bei 120 000 Tonnen.

Unverändert hohe Auslastung

Trotz schwacher Wirtschaftslage ist die Auslastung der Entsorgungsanlage in Buchs unverändert hoch. «Per Ende Oktober waren wir um ein halbes Prozent im Plus, bis Ende Jahr dürfte es etwa gleich viel wie im Vorjahr sein», betont Suter. Im Budget für das nächste Jahr sind darum erneut 115 000 Tonnen eingetragen, die Gebühren bleiben tief: Bei 150 Franken pro Tonne für Verbandsgemeinden, bei 190 Franken für Industrie und Gewerbe. Wegen eines altersbedingten Wechsels zu jüngeren Mitarbeitern geht die gesamte Lohnsumme minimal auf rund 3,6 Millionen Franken zurück. Dies trotz einer Erhöhung um 1,5 Prozent, die nach der Teuerungszulage individuell ausgerichtet wird. Mit fast 18 Millionen Franken bilden die Verbrennungsgebühren die Haupteinnahmen, aus dem Stromverkauf kommen 4,2 Millionen, aus dem Wärmeverkauf 2,0 Millionen Franken. Im Blick auf den Neubau werden zu den 4,5 Millionen ordentlichen Abschreibungen nochmals 1,2 Millionen Franken zusätzlich getätigt.

Weiterhin Kehricht aus Waldshut

Der bestehende Vertrag mit Waldshut für die jährliche Lieferung von 10 000 bis 12 000 Tonnen läuft noch bis 2015. Ohne Kündigung im nächsten Jahr verlängert er sich bis 2020. Beide Seiten sind laut Präsident Fischer sehr zufrieden mit dem Vertrag. Gemäss Landrat Tilman Bollacher bestehe keine Veranlassung, den Vertrag aufzulösen. Die zehn Prozent aus Waldshut helfen mit, die Auslage optimal auszulasten. Alle Geschäfte wurden von den 40 Abgeordneten des Gemeindeverbandes Kehrichtbeseitigung Aarau-Lenzburg (Gekal) einstimmig genehmigt, vertreten waren 99 von 170 möglichen Stimmen.

Das Projekt neue Leittechnik ist inzwischen zu 95 Prozent realisiert, beim Rest sind Synergien mit dem Neubau möglich. Totz hoher Kosten für die Ofenlinie 3 rechnet der Verband mittel- und langfristig mit weiterhin günstigen Preisen.

Aktuelle Nachrichten