Kein reines Zuckerschlecken für Schweizer Zuckerwaren-Industrie

Schweizer lutschen 2008 mehr Bonbons

Schweizer lutschen 2008 mehr Bonbons

Die Schweizer Hersteller von Bonbons und ähnlichen Leckereien haben 2008 ihre Verkäufe bei 28 605 Tonnen halten können. Der Umsatz sank leicht auf 332 Mio. Franken. Erstmals seit sechs Jahren gingen die Exporte zurück.

Abgeschwächt wurde dieser Rückgang vom Inlandabsatz. Dieser wuchs mengenmässig um 2,7 Prozent auf 8090 Tonnen und geldmässig um 2,8 Prozent auf 108 Mio. Franken, wie Biscosuisse, der Schweizerische Verband der Backwaren- und Zuckerwarenindustrie, mitteilte.

Zusammen mit den importierten Zuckerwaren wurden in der Schweiz 26 835 Tonnen verkauft. Pro Kopf lutschten Schweizerinnen und Schweizer damit 3,5 Kilo Bonbons und ähnliches, 200 Gramm mehr als im Vorjahr.

Der Import von Zuckerwaren stieg um 6,9 Prozent, was für die einheimischen 14 Produzenten einen Verlust an Marktanteilen von 31 auf 30,1 Prozent bedeutete. Der Anteil an zuckerfreien Artikeln stieg im Inland von 19,9 auf 25,2 Prozent.

Im Export mussten die einheimischen Bonbonfabriken erstmals seit sechs Jahren einen Rückschlag hinnehmen. Die 20 515 ausgeführten Tonnen entsprechen einem Rückgang um 1,2 Prozent. Der Umsatz ging um 3,1 Prozent auf 223,8 Mio. Fr. zurück.

Der Gesamtabsatz im Inland und der Export von Bonbons, Kaugummis, Dragées, Marzipan, Husten- und Halsbonbons stagnierte 2008 mit 28 605 Tonnen etwa auf Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz sank um 1,3 Prozent auf 332 Mio. Franken.

Bei den Produkten legten die Weichbonbons mit 16,5 Prozent stark zu. Hartbonbons, Dragées, Gummi- und Geléebonbons liefen dagegen schlechter. Der Trend zum zuckerfreien "Täfeli" war ungebrochen: Der Anteil stieg um 5,1 auf 58,3 Prozent.

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