Sonntagsverkauf
Kein grosser Run auf Sonntagsverkauf

Die Läden in der Region Limmattal melden durchschnittliche bis teils schlechte Kundenfrequenzen.

Bettina Hamilton-Irvine
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«Ähnlich gut wie im Vorjahr»: Das Shoppi Tivoli in Spreitenbach wurde am Sonntag nicht überrannt. ZVG

«Ähnlich gut wie im Vorjahr»: Das Shoppi Tivoli in Spreitenbach wurde am Sonntag nicht überrannt. ZVG

Limmattaler Zeitung

Am deutlichsten sagt es Diego Wicki, Geschäftsführer von Diegosport in Schlieren: «Der Sonntagsverkauf ist nicht gut gelaufen.» Es hätten vorgestern nicht sehr viele Kunden den Weg ins Gaswerkareal gefunden, so Wicki: «Die letzten drei Jahre waren besser.»

Die Enttäuschung von vornherein vermieden hat man in Dietikon: Obwohl die Stadt den vergangenen Sonntag als Verkaufstag bewilligte, waren die Läden im Zentrum geschlossen. «Es hat einfach keinen Wert, am Sonntag vor Weihnachten nochmals zu öffnen», sagt Sabine Billeter von der Vereinigung Zentrum Dietikon. Denn einerseits ziehe es dann viele Leute nach Zürich, andererseits sei das Bedürfnis nach einem erneuten Sonntagsverkauf in Dietikon nicht stark genug. Der 28.November sei aber sehr gut gelaufen.

Umsatz «etwas tiefer» als früher

Beim Dietiker Reitsportgeschäft Felix Bühler AG, welches am Sonntag ebenfalls die Türen öffnete, habe man einen «normalen Verkaufstag» erlebt, sagt Verkäuferin Rahel Wullschleger. Es sei nicht besser gelaufen als im Vorjahr, aber auch nicht schlechter.

Auch beim Grossverteiler Coop, der sich im Limmattal mit den beiden Filialen Dietikon Silber und Spreitenbach am Sonntagsverkauf beteiligte, wurden keine Rekorde gebrochen: Die Umsätze seien «etwas tiefer» ausgefallen als in den Vorjahren, sagt die PR-Verantwortliche Marsha Lehmann. Dafür gebe es aber eine einfache Erklärung, so Lehmann, die den Sonntagsverkauf trotzdem als «gut» bezeichnet: Da Weihnachten erst Ende Woche stattfinde, würden viele Kunden mit dem Besorgen der Frischwaren noch etwas zuwarten. Dies sei kein Problem, schliesslich habe die Weihnachtswoche im Vergleich zum Vorjahr auch einen Einkaufstag mehr. «Besonders am Donnerstag, 23.Dezember, erwarten wir nochmals einen grossen Ansturm», sagt Lehmann.

Beim Shoppi Tivoli Spreitenbach kann man bezüglich Umsatz und Frequenz noch keine genauen Angaben machen. Gefühlsmässig, so Kevin Zimmerli von der Medienstelle, sei es aber «ähnlich gut wie in den Vorjahren» gelaufen. «Wir waren den ganzen Tag beschäftigt und immer gut ausgelastet.»

Offensichtlich sind aber viele Einkaufswütige vor allem nach Zürich gepilgert. «Der Eindruck täuscht nicht», sagt Andreas Zürcher, Geschäftsführer der City Vereinigung: «Es waren sehr viele Leute da und sie haben auch tatsächlich eingekauft. Wir sind sehr zufrieden.»