Bei dem Unwetter vom 11. August waren eine sechsjährige französische Touristin und ein 37-jähriger Genfer in einem Auto von einer Flutwelle mitgerissen worden, als der Fluss Losentze beim Weiler Le Châtelard nach einem heftigen Gewitter in den Bergen über die Ufer getreten war. Seither werden sie vermisst.

Die Chance, die beiden Opfer lebend zu finden, war laut Rettungschef Benoît Dorsaz bereits vor einer Woche praktisch "gleich Null". Trotzdem wurde die Suche fortgesetzt. Allerdings bislang erfolglos, dies trotz intensiver Suche, wie ein Sprecher der Kantonspolizei am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Suche werde bis auf Weiteres fortgesetzt.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich zwei weitere Personen in der Nähe des Flussufers, darunter die Mutter des Mädchens und deren Freundin mit Wohnsitz im Wallis. Sie entkamen der Tragödie.

In einem zweiten mitgerissenen Fahrzeug sass niemand. Es wurde später leer aufgefunden.

Zwei Tage nach dem Unwetter war die Polizei aufgrund von Videoaufnahmen von Privaten zunächst davon ausgegangen, dass ein drittes Fahrzeug mitgerissen wurde. Mittlerweile konnte die Polizei das Szenario aufgrund einer erneuten detaillierten Auswertung der Aufnahmen sowie von Hinweisen aus der Bevölkerung ausschliessen, wie die Walliser Kantonspolizei am Dienstag mitteilte.