Roman Schenkel

Der Truthahn, das Fondue chinoise und das Filet Wellington haben Spuren hinterlassen. Nach den Festtagen muss der Weihnachtsspeck wieder weg. Die angefutterten Fettpölsterchen mit Joggen wegzutrainieren, kommt nicht infrage – draussen ist es zu kalt. Und für die Liegestütze im Wohnzimmer fehlt die Motivation. Die Lösung: ab ins nächstgelegene Fitnesscenter!

Im Aarauer Fitnesscenter Stepbystep herrscht bereits seit Dezember Hochbetrieb, sagt Mitinhaber Marcel Christen: «Bei uns gibt es einen regelrechten Ansturm. Wir zählen schon über 2000 Mitglieder, das ist ein neuer Rekord.» In Spitzenzeiten trainieren annähernd 100 Kunden im Stepbystep. «Eng wird es dadurch aber nicht, die Menge verteilt sich in unseren Räumen sehr gut», sagt Christen.

Da jedes Trainingsgerät in zweifacher Ausführung vorhanden ist, komme es zu keinem Stau. «Einzig bei den Ausdauergeräten – zum Beispiel bei den Steppern oder den Velos – bitten wir unsere Kunden, bei Hochbetrieb maximal 20 Minuten daran zu trainieren.»

50 Prozent halten durch

Auch bei Pro-Fitness in Lenzburg läuft das Geschäft wie geschmiert: «Der Januar war schon immer der Spitzenmonat des Jahres», sagt Geschäftsführer Philipp Bachmann. Abonnementsverlängerungen und Neukunden mit Neujahrsvorsätzen lassen die Kasse klingeln. «Zurzeit brauchen wir keine Werbung zu machen, die Leute kommen von allein», so Bachmann.

Doch wie lange halten die guten Vorsätze zu Jahresbeginn an? «50 Prozent der Neukunden ziehen es dann auch für längere Zeit durch. Manche aber nehmen sich zu Jahresbeginn zu viel vor, oder sie haben falsche Vorstellungen vom Training.» Sport sei halt immer mit Anstrengung verbunden, das sei manchem nicht bewusst.

In Menziken sind die Kurse des Fitnesscenters Profit ebenfalls nahezu ausgebucht: «Bodypump, Yoga, Pilates und Aerobic liegen voll im Trend, und es gibt nur noch ganz wenige freie Plätze», so Rosmarie Wüst, Geschäftsführerin von Profit. Auch sie bestätigt die vielen Neuzugänge in ihrem Fitnesscenter: «Im Januar zieht es jedes Jahr stark an.»

Mit 70 noch zum Krafttraining

Ganz durchmischt sei das Publikum: «Wir haben sehr junge Kunden, aber auch einen älteren Herrn, der mit 70 Jahren mit dem Krafttraining begonnen hat», erzählt Wüst. Es gebe zudem viele, die nach einem Unterbruch im letzten Jahr nun einen neuen Anlauf nähmen. «Oft halten sie aber auch jetzt nur einen Monat durch», so Wüst.