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Kapelle soll besser zur Geltung kommen

Die Hecke kommt weg, es gibt einen Wasseranschluss und der Chorbogen erhält eine moderne Optik. Das sind nur ein paar Punkte zur Renovierung der St.-Peters-Kapelle in Kestenholz.

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Solothurner Zeitung

Myriam Sperisen

Die Kapelle St. Peter in Kestenholz wird nächstens renoviert. Die römisch-katholische Kirchgemeinde hiess dafür neulich einen Kredit in der Höhe von 430 000 Franken gut (wir berichteten). Der zuständige Architekt, Peter Widmer aus Solothurn, führt nun die Details zur nicht alltäglichen Renovation genauer aus.

Zunächst sagt Widmer etwas zur Umgebung und im Speziellen zum Baumbestand: «Die grossen Bäume sollen im Sinn einer Sicherheitsmassnahme ausgelichtet und zurückgeschnitten werden», so Widmer. Das kranke Holz der verbleibenden Linde wird laut ihm entfernt. Um Vandalenakten vorzubeugen, werde die Hecke Richtung Dorf entfernt. «Somit wird die Kapelle frei gestellt und in den optischen Zustand von 1937 versetzt», erklärt Widmer. Gegen die aufsteigende Feuchtigkeit wird ebenfalls etwas unternommen, denn der äussere Verputz wurde letztmals im Jahr 1989 repariert. Im Inneren habe es ebenfalls Hinweise auf Feuchtigkeitsschäden gegeben.

Renovation beginnt im Frühjahr 2010

Es wird nun eine so genannte Perimeter-Sickerpackung eingebaut, um das vom Regen durchfeuchtete Erdreich vom Fundament fernzuhalten. Im Weiteren sollen Zugstangen in die Giebelfassaden eingebaut werden. «Dies dient zur Sicherung der beiden Giebelfassaden, damit die alten Konstruktionsrisse nicht wieder auftreten», erklärt Architekt Widmer.

Das Verputzkleid der Kapelle wird wo nötig repariert und gestrichen. Im Weiteren stehen Unterhaltsreparaturen auf dem Dach bevor. Das Holzwerk soll konservierend behandelt werden. Bezüglich der wertvollen Wandmalereien verspricht Widmer, dass das Ergebnis der Restaurierung von 1937 respektiert und aufgefrischt werde. Zum Schutz der Beinhausnische und des Bildstockes sollen nebst einfachen und stilgerechten Gittern auch noch eine Sicherheitsglasscheibe installiert werden. Das Leinwandbild und die Figuren sollen einer sanften Reparatur unterzogen werden.

Eine grosse Neuerung ist sicher auch der Wasseranschluss. Den hatte sich auch Sakristan Gustav Bürgi erhofft. Weil die Kapelle mehr genutzt werden soll, sei ein Waschbecken mit Kaltwasseranschluss geplant - im bestehenden Wandkasten. Die Entwässerung erfolgt durch eine Sickergrube unweit der Kapelle. «Um grösseren Personengruppen Einblick in das Geschehen in der Kapelle zu ermöglichen, wird die Ausmauerung des Chorbogens entfernt und durch einen Glasabschluss mit Eingangstür ersetzt. Die Ausmauerung war ab dem 18. Jahrhundert ein fester Bestandteil der Kapelle.

Die St.-Peters-Kapelle in Kestenholz war einst der Chor der ursprünglichen Pfarrkirche, die im 18. Jahrhundert teilweise abgebrochen wurde. Die Renovationen der Kapelle beginnen im Frühjahr 2010. Bei der Planung musste dringend berücksichtigt werden, dass die Kapelle unter kantonalem sowie eidgenössischem Denkmalschutz steht.