Kanton Solothurn

Weniger Unfälle,weniger Verkehrstote, weniger Verletzte und weniger Blaufahrer, so lautet die Bilanz der Kantonspolizei Solothurn in Sachen Verkehr.

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Insgesamt kam es zu 2004 Verkehrsunfällen, 113 Unfälle respektive 5,3 Prozent weniger als 2007. Verletzt wurden 1039 Personen, 182 weniger als im Vorjahr. 8 Personen kamen im Strassenverkehr ums Leben, 2007 waren es 13 gewesen.

Vergleicht man die Statistiken von 2004 bis 2008, zeigt sich sogar, dass letztes Jahr am wenigsten Personen im Verkehr verletzt wurden. Zudem haben die Verkehrsunfälle über die vergangenen zehn Jahre mit 13,1 Prozent weniger stark zugenommen als die Zahl der zugelassenen Kontrollschilder im Kanton mit 17,7 Prozent. Spitzenreiter bei den Unfallverursachern sind erwartungsgemäss Männer zwischen 21 und 30 Jahren.

Mehr Unfälle bei Kleinkindern

Ebenfalls erfreulich, aber schwierig zu begründen ist der Rückgang bei den Blaufahrern und den Lenkern unter Drogeneinfluss. 2005 waren der Polizei bei Alkoholkontrollen 686 Fahrer ins Netz gegangen, 2006 877 Personen und 751 Fahrer im Jahr 2007. Nun ist die Zahl weiter auf 673 Personen gesunken.

Davon hatten 266 Personen 0,5 bis 0,79 Promille Alkohol im Blut und 407 0,8 oder mehr. Noch frappanter ist die Abnahme bei den Lenkern unter Drogeneinfluss: 2005 waren es 156 Personen gewesen, 2006 gar 162, 2007 dann 95 und letztes Jahr nur noch 68 Personen. Staub vermutet, dass der neue Drogenschnelltest hier eine abschreckende Wirkung hat.

Ein Wermutstropfen sind die 16 Unfälle, bei denen Kleinkinder bis sieben Jahre involviert waren, drei mehr als 2007. Davon wurden 13 leicht verletzt und zwei schwer. Jedoch starb auch 2008 kein Kind durch einen Verkehrsunfall. Gesamthaft gab es weniger Unfälle mit Fussgängern, nämlich 74 im Vergleich zu 100 Personen im Jahr 2007. (ids/mz/ufl)