Freiamt

Kanton investiert 30 Millionen im Freiamt

Kanton investiert 30 Millionen im Freiamt

Kanton investiert 30 Millionen im Freiamt

Im 185 Millionen Franken kostenden Aargauer Strassenbauprogramm 2010 kommt das Freiamt nicht schlecht weg. Immerhin 30 Millionen gelten Projekten in den beiden Bezirken Bremgarten und Muri.

Lukas Schumacher

Nutzniesser Nummer 1 ist das Freiamt im kantonalen Strassenbauprogramm 2010 zwar nicht. Vernachlässigt werden die zwei Bezirke Bremgarten und Muri aber keineswegs. Unter dem Strich werden 30 der 185 Millionen im Freiamt eingesetzt. Von den 30 Millionen Franken entfällt kostenmässig je die Hälfte auf neue und auf weiterlaufende Freiämter Projekte.

Das kostspieligste Neuprojekt unserer Region im Betrag von 4 Mio. wird ab Oktober in Boswil verwirklicht. Es steht ganz im Zeichen des Anwohnerschutzes vor dem lästigen Strassenverkehrslärm. Entlang der stark befahrenen Boswiler Kantonsstrasse 124, der Direktverbindung zwischen Muri und Wohlen, ist die Montage von drei Lärmschutzwänden geplant. Zudem werden an den Wohngebäuden bei allen vier Boswiler Kantonsstrassenabschnitten zahlreiche Schallschutzfenster montiert. Die bauliche Umsetzung des Projekts Boswil dauert voraussichtlich bis Mitte 2011.

Die acht neuen Projekte

Aufnahme ins Strassenbauprogramm 2010 fanden total acht neue Projekte unserer Region zu Brutto-Gesamtkosten von knapp 15 Millionen Franken. Zweitteuerstes Neuprojekt nach Boswil ist das Projekt Aristau, das mit 3 Millionen Franken zu Buche schlägt. Ab März wird in Aristau auf einer Länge von 820 Metern ausserorts und innerorts die Kantonsstrasse saniert, deren Zustand sehr schlecht ist. Ein Ausbau des Trottoirs sowie Werkleitungserneuerungen komplettieren das Aristauer Projekt, dessen bauliche Ausführung ein Jahr dauern wird. Ebenfalls ein Jahr dauert die Sanierung der Bahnhofstrasse in Dottikon samt Realisierung eines Verkehrskreisels zu Gesamtkosten von 2,9 Mio. Franken. Die Bauerei in Dottikon beginnt im Juli.

Je rund 1,6 Mio. Franken kosten zwei Vorhaben in Bünzen und Auw. In Bünzen wird ab September die Kantonsstrasse 359 auf einer Länge von 600 Metern verbreitert und innerorts mit einem Trottoir versehen; die Bauarbeiten in Bünzen dauern voraussichtlich ein Jahr. In Auw wird im Sommer ein 1000 Meter langer und zweieinhalb Meter breiter Radweg bei der Kantonsstrasse zwischen den Weilern Rüstenschwil und Wallenschwil gebaut. Auf gut eine Million zu stehen kommt in Kallern die Belagsverstärkung und Fahrbahnverbreiterung im Ausserortsbereich der Kantonsstrasse 365. Komplettiert wird das Neubauprogramm 2010 im Herbst durch den Einbau von Schallschutzfenstern an Wohngebäuden bei Kantonsstrassen in Jonen und Unterlunkhofen zum Gesamtbetrag von rund 600 000 Franken.

12 altbekannte Projekte

Im kantonalen Strassenbauprogramm 2010 sind nicht nur neue, topaktuelle Vorhaben aufgeführt. Sondern auch solche, die 2009 oder noch früher an die Hand genommen wurden und jetzt weitergeführt oder vollendet werden. Dazu gehören auch rund 12 Projekte im Freiamt zu Gesamtkosten von weiteren 15 Millionen Franken. So zum Beispiel der Benzenschwiler Kreisel (kantonale Kostentranche 2010: 1,03 Million Franken), der Kreisel Anglikon in Wohlen (0,98 Mio. Franken), die Sanierung/Erneuerung in Oberlunkhofen (1 Million) oder der Kantonsstrassenausbau samt Kreisel in Jonen (2,11 Mio. Franken).

Der Kreiselbau im Gebiet «Radmühle» in Jonen hat den Gemeinderat des Kellerämter Dorfs zu einem kleinen Wettbewerb animiert. Noch bis zum 29. Januar können Dorfbewohner Ideen und Vorschläge für den Schmuck des geplanten Verkehrskreisels einreichen. An einer Ausstellung wird dann das Siegerprojekt gekürt. Dem Gewinner winken 1000 Franken.

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