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Kanton findet keinen Standort

Die Wärmestube Soup & Chill muss diesen Winter wieder im Container betrieben werden

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Die Wärmestube Soup & Chill muss diesen Winter wieder im Container betrieben werden

Auch wenn die Chancen für eine Nutzung in der ehemaligen Friedhofskapelle auf null stehen, will sich Soup & Chill bewerben.

Yen Duong

Schon am 1. November soll die Wärmestube Soup & Chill eröffnet werden - wo, ist aber noch unklar. Die Sozialhilfe Basel-Stadt hat keinen Standort für Soup & Chill gefunden, wie Vorsteher Rolf Maegli Informationen der bz bestätigt. «Es ist naheliegend, dass angesichts des Zeitdrucks erneut eine Containerlösung für den kommenden Winter geschaffen werden muss», meint Maegli.

Fest stehe, dass eine nachhaltige definitive Lösung ab Herbst 2010 angestrebt werde. «Die Standortsuche ist erschwert, weil das Lokal in Bahnhofsnähe stehen muss und diverse betriebliche Anforderungen bestehen müssen», erklärt Maegli. Des Weiteren sei das Dossier erst seit Juli 2009 der Sozialhilfe zugewiesen.

Keine Alternative in SBB-Nähe

Dass die Suche nach einem Lokal erfolglos war, gab die Sozialhilfe Claudia Adrario de Roche, Initiatorin von Soup & Chill, gestern an einer Sitzung bekannt. Die ergebnislose Suche überrasche sie nicht sonderlich. «Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung, dass es eigentlich keine Alternativen in SBB-Nähe gibt», sagt sie. Es sei aber enttäuschend, dass Soup & Chill diesen Winter wieder im Container angeboten werden müsse, obwohl das Totenhüsli in der Elisabethenanlage leer stehe.

Am Dienstag gab das Baudepartement bekannt, dass es in einem öffentlichen Auswahlverfahren einen Betreiber für die geplante gastronomische Nutzung der ehemaligen Friedhofskapelle suche (bz von gestern). Interessierte können sich bis Ende September bewerben. Die Verantwortlichen von Soup & Chill werfen schon seit längerer Zeit ein Auge auf das Totenhüsli - für den Kanton kommt dieser Standort aber nicht in Frage (bz vom 13. August). Claudia Adrario de Roche lässt dennoch nicht locker: «Wir werden uns trotzdem mit einem Ganzjahreskonzept bewerben», sagt sie. Das Konzept werde auch von der GGG und der Stiftung für Sucht und Jugendprobleme inhaltlich und finanziell unterstützt. Rolf Maegli habe ihr zwar an der Sitzung schon gesagt, dass Soup & Chill definitiv nicht bei der Ausschreibung berücksichtigt werde. Aber: «Der Kanton soll uns das Totenhüsli doch zur Probenutzung geben», schlägt sie vor.

Adrario de Roche macht sich auch Sorgen wegen der Containerlösung. So sei der 40 m2 grosse Container vom letzten Jahr auf dem Meret Oppenheim-Platz im Gundeli zu klein gewesen. «Wir brauchen etwa doppelt so viel Platz. Wir haben bis zu 50 Gäste pro Abend.» Ein Raum unter 60 m2 sei für die Gäste und Mitarbeiter unzumutbar und daher inakzeptabel. Wie Rolf Maegli aber sagt, werde der Container den Platzbedürfnissen entsprechen und daher «sicher grösser» sein als letztes Jahr. Ob der Container wieder auf dem Meret Oppenheim-Platz platziert wird, ist noch offen.

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