Er heisst Tuy Sobil, aber jeder nennt ihn K.K. Mit zwei Jahren kam er in die USA. Seine Eltern waren Flüchtlinge aus Kambodscha. Er wuchs in Long Beach auf, wo er auch zu seinem Hobby, dem Breakdance, fand.

Doch bald ging es im Leben bergab. Mit 13 trat K.K. einer Gang bei. "Weil ich in einer Gruppe leben wollte, wo nur Kids aus Kambodscha aufwachsen", wie er erzählt. Er wollte die Familie und die Gemeinschaft schützen und für seine Rechte einstehen. "Wenn dich jemand schlägt, schlägst du auch zurück."

Welches Verbrechen dazu führte, dass er ins Gefängnis musste, will K.K. nicht sagen. 2004 schoben ihn die USA nach Kambodscha ab. Über seine Ausschaffung im Privatjet erzählt er, man werde mit Zehen und Beinen in einen Käfig gesperrt. "Wie ein Tier."

Der erste Monat im neuen Land war hart. Er wusste nicht, was er tun oder wo er leben sollte. Doch er schaffte es, sich ein Leben aufzubauen. Er gründete "Tiny Toones Cambodia", ein Jugendzentrum für Breakdancing. Doch nicht alle hatten Freude: "Die Leute sagen, wir zerstören die kambodschanische Kultur mit diesem Tanz", sagt K.K. Dabei will er nur Gutes tun.

Er selbst tanzt, wenn er an seine Familie und seine Freunde denkt. Dann nimmt er den Schmerz mit auf den Boden und merkt, dass er sich besser fühlt. (mwa)