Villa-Streit

Justiz gibt Bankierswitwe im Streit um Luxusvilla Recht

Der Russe wollte die Luxus-Villa zuerst kaufen

Der Russe wollte die Luxus-Villa zuerst kaufen

Im Streit um eine der prachtvollsten Villen an der Côte d'Azur hat die französische Justiz nun der Bankierswitwe Lily Safra Recht gegeben. Die Witwe darf die Anzahlung des russischen Multi-Milliardärs Michail Prochorow in Höhe von 39 Millionen Euro behalten.

Das teilte ihr Anwalt in Nizza mit. Ausserdem muss Prochorow, Besitzer des Investmentfonds Onexim und einer der reichsten Männer Russlands, der Witwe Zinsen in Höhe von 1,5 Millionen Euro zahlen. Safra, die in New York lebt, kündigte an, sie werde die gesamte Summe für die medizinische Forschung in Frankreich und den USA spenden.

Prochorow hatte im Sommer 2008 einen Kaufvertrag für die in einem riesigen Olivenhain gelegene Prachtvilla unterzeichnet und 39 Millionen Euro als Kaution hinterlegt. Doch schon wenige Tage später änderte er seine Meinung und verlangte das Geld zurück. Dies lehnte die französische Justiz nun ab.

Die "Villa Leopolda" hatte der damalige belgische König Leopold II. im Jahre 1902 bauen lassen. In den 50er Jahren erwarb sie Giovanni Agnelli, Besitzer des Fiat-Konzerns, der sie später an den libanesischen Bankier Edmond Safra veräusserte. Nach dessen Tod bei einer Brandstiftung in seiner Wohnung im Fürstentum Monaco 1999 erbte seine Witwe die Villa.

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