Märet-Fescht
Junges OK hält an Bewährtem fest

Letztes Jahr bestand das neue OK um Marco Lupi die «Feuertaufe» bestens, nun steht ihm die Zweitauflage des Märet-Feschts bevor. Ob die junge Crew weiter macht, ist noch offen – sie hat sich nur für zwei Jahre verpflichtet. «Wir sind aber top motiviert, weiterzumachen», meint Lupi, der dem Gross-anlass gelassen entgegensieht.

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Festhütte Solothurn

Festhütte Solothurn

Solothurner Zeitung

Wolfgang Wagmann

Bisher war die Stadtvereinigung Solothurn als Dachorganisation zuständig für die Durchführung des dreitägigen Stadtfests, «doch wir wussten um die bevorstehende Fusion mit dem Gewerbeverein, deshalb haben wir uns vorläufig nur für zwei Jahre verpflichtet.» Neben Marco Lupi bilden Pascal Walter (Vize-OK-Chef und Finanzen), Georg Kaufmann (Bau), Kofmehl-Programmchef Chrigu Stuber (Musik), Roger Schmid (Sicherheit) und Monica Stephani (Administration) das seit dem letzten Jahr agierende OK.

Am Ablauf des dreitägigen Fests mit einem Budget von über 100 000 Franken hat es nur wenig verändert. «Wir haben zwei neue Sponsoren, und die bisherigen sind dabei geblieben», sieht Lupi eine leichte Verbesserung der Kosten-Situation - das Sponsoring deckt rund 10 Prozent des Gesamtbudgets ab. Den grossen Batzen liefern die Standbetreiber ab. «Die Standgebühren wurden jedoch auf dem Vorjahres-niveau belassen.» Den Vorzug erhielten langjährige Teilnehmer und städtische oder regionale Vereine, «neue auswärtige Bar- und Food-Anbieter, die sich beworben haben haben, wurden abgewiesen.»

Sicherheit wird gross geschrieben

Zweimal bis 2 Uhr nachts - an den Öffnungszeiten wurde nicht gerüttelt - dauert ab Freitagmittag das Märet-Fescht, das am Sonntag um 11 Uhr mit dem Gottesdienst der Landes- und Freikirchen beschlossen wird. «Wiederum führen diese auch das Chinderfest auf dem Zeughausplatz durch und sorgen mit ihrer Equipe für die Abfallbeseitigung», zeigt sich Marco Lupi dankbar für den kirchlichen Support.

Weiterhih hält der OK-Chef auch am Mehrweg-System beim Getränkeverkauf fest, das zu einer merklichen Verminderung des Abfallbergs beitragen habe. Auch die Zusammenarbeit des Sicherheitsdienstes mit dem OK, sowie der Stadt- und Kantonspolizei sei im bewährten Rahmen geplant. «Wir fahren die Sicherheit aus meiner Sicht sehr hoch - und letztes Jahr gabs auch keine nennenswerten Schwierigkeiten.»

Wer sich traut

Neben der beliebten Mini-Playback-Show von Radio 32 (Samstag, 14 Uhr) sucht der neu teilnehmende Rugby Club Solothurn den «Openair Star». An den beiden ersten Festtagen kann jeweils ab 17 Uhr beim Clubzelt vor dem Bieltor antreten, wer sich als Sängerin oder Sänger berufen fühlt. Der oder die Beste darf am Openair Etziken alleine die Bühne betreten und sich zwei Tag feiern lassen.

Ansonsten sind die Epizentren für ein jüngeres Publikum wie immer der Kollegiumshof oder der Klosterplatz, auch wenn am ersten Abend eine Oldies Night wartet. Zuvor werden von 17.30 bis 20 Uhr ebenso regionale Nachwuchs-Formationen auftreten wie am Samstagabend von 16 bis 20 Uhr, ehe dann ab 21 Uhr die Radio-32-Night steigt.

Einen Wechsel vermeldet Marco Lupi bei den Festwirten: Neu wird mit Willi Pilloud ein alter Bekannter die Märetplatz-Festwirtschaft führen. Die Wirte beteiligen sich übrigens mit einem Beitrag an den Unkosten, obwohl sie auf ihren von der Stadt gemieteten Flächen wirten. Den Festmix ergänzen wie immer Stände der Stadtgeschäfte, die bei der Platzzuteilung bevorzugt sind, sowie die Trödler, die konzentriert zwischen dem Baseltor und Kronenplatz ihre Trouvaillen feilbieten.