Fieberhaft hatte die Polizei den ganzen Pfingstmontag nach dem jungen Mann gesucht. Zunächst mit einem Helikopter, später machten Taucher der Seepolizei zwei Tauchgänge, um den Vermissten zu finden. Am Nachmittag kam ein spezielles Kameraboot zum Einsatz.

"Mit einer Unterwasserkamera wurde der Seegrund in pendelartigen Bewegungen nach dem jungen Mann abgesucht", sagte Cornelia Schuoler, Sprecherin der Zürcher Kantonspolizei gegenüber der SDA, "vom Unglücksort in Richtung Seeufer." Die Suche werde fortgesetzt, bis es dunkel werde.

Die Kantonspolizei hatte kurz nach 1.30 Uhr in der Nacht auf Montag eine erste Meldung erhalten, wonach die Männer beim Seequai in Pfäffikon ZH auf den See hinausgerudert seien. Kurze Zeit später waren Hilferufe zu hören, wie die Polizei mitteilte. "Die Männer hatten beim Bootsverleih ein Boot losgebunden", sagte Schuoler.

Nach ersten Erkenntnissen war das Boot gekentert. Einem der Bootsinsassen gelang es, sich schwimmend ans Ufer zu retten. Zwei seiner Kollegen wurden durch den Seerettungsdienst aus dem Wasser geborgen. "Die drei wurden medizinisch betreut, sie erhielten trockene Kleider und konnten auch befragt werden", so Schuoler.