Deutschland
Junge Mutter erhält lebenslänglich nach Hungertod ihres Babys

Nach dem Hungertod ihres Säuglings ist eine junge Mutter in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landsgericht Arnsberg folgte der Staatsanwaltschaft und verurteilte die 22-Jährige wegen Mordes.

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Nach dem Hungertod ihres Säuglings ist eine junge Mutter in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Symbolbild)

Nach dem Hungertod ihres Säuglings ist eine junge Mutter in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Symbolbild)

Keystone

Die Frau habe ihr Kind grausam und aus niedrigen Beweggründen getötet, befanden die Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin in ihrem am Mittwoch verkündeten Urteil.

Die Mutter hatte vor Gericht zugegeben, dass sie im November in einer Diskothek in Nordrhein-Westfalen unter dem Einfluss von Ecstasy und Amphetaminen mehrere Tage gefeiert hatte, während die knapp vier Monate alte Tochter allein in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Soest lag. Das Kind verhungerte und verdurstete qualvoll.

Die Richter hielten es den Angaben zufolge für erwiesen, dass die junge Frau den Tod ihres Babys billigend in Kauf genommen hatte. Sie habe aus Eigensucht gehandelt und gewollt, dass ihr Kind wegen mangelnder Versorgung stirbt - weil es ihrem bisherigen Leben im Weg gestanden habe.

Die Verteidigung der Frau hatte auf fahrlässige Tötung plädiert. Die junge Frau hatte in dem Verfahren zwar zugegeben, das Mädchen tagelang alleine gelassen zu haben. Dies sei aber nicht geplant gewesen. Vielmehr habe sie ursprünglich nur eine Nacht wegbleiben wollen, dann aber wegen Drogenkonsums bei der Party das Zeitgefühl verloren.