Jugendanwaltschaft zieht nicht ein

Bezirksgebäude: «Wir streben eine Lösung in Dietikon an», sagt Michael Rüegg, Sprecher der Justizdirektion, zur Suche nach einem Alternativstandort für die Jugendanwaltschaft. (mke)

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Bezirksgebäude: «Wir streben eine Lösung in Dietikon an», sagt Michael Rüegg, Sprecher der Justizdirektion, zur Suche nach einem Alternativstandort für die Jugendanwaltschaft. (mke)

Die Bezirksverwaltung oder die Jugendanwaltschaft? Aufgrund der knappen Platzverhältnisse im neuen Bezirksgebäude musste einer der vorgesehenen Mieter über die Klippe springen.

Matthias Kessler

«Die Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis wird nicht ins Bezirksgebäude einziehen», bestätigt Michael Rüegg, Sprecher der Zürcher Justizdirektion, eine entsprechende Anfrage. Man habe sich, so Rüegg, nach einer anderen Möglichkeit der Unterbringung umzusehen begonnen: «Wir streben eine Lösung in Dietikon an. Die Gespräche laufen und sind auf einem guten Weg.»

Nach Informationen dieser Zeitung dürfte der Ausweichstandort ganz in der Nähe des kurz vor der Fertigstellung stehenden Bezirksgebäudes liegen.

Bedürfnisse berücksichtigt

Ursprünglich hatte neben dem Bezirksgericht, der Bezirksverwaltung mit Bezirksrat und Statthalteramt, einem Posten der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis auch die Jugendanwaltschaft Dietikon/Affoltern im neuen Bauwerk beim Dietiker Bahnhof Platz finden sollen; nach der Zusammenlegung dieser Abteilung mit der Jugendanwaltschaft Horgen stieg der Raumbedarf dann aber stark an (Ausgabe vom 11. Juni 2008). Der Platzbedarf wäre laut Michael Rüegg grösser gewesen als das vorhandene Angebot.
Mit der Auslagerung der Jugendanwaltschaft könne nun den «im Verlauf der Planungs- und Bauzeit entstandenen zusätzlichen Flächenbedürfnissen entsprochen werden», sagt Dominik Bonderer von der kantonalen Baudirektion. Die Staatsanwaltschaft werde zusätzlich jene Fläche nutzen, die ursprünglich der Jugendanwaltschaft im 2. Obergeschoss zugewiesen worden seien, das Bezirksgericht erhalte die Flächen der Jugendanwaltschaft im 3. Obergeschoss und der Bezirksstatthalter erhalte zusätzlich zwei Büros im 1. Obergeschoss.

Bezirksstatthalter und Bezirksratspräsident Adrian Leimgrübler ist froh über die jüngste Entwicklung: Damit sei man wieder beim Stand zu Beginn der Bauarbeiten angelangt. «Wir haben dadurch etwas mehr Luft», so Leimgrübler - gerade auch mit Blick auf eine mögliche Anstellung von Teilzeitangestellten.

Insbesondere zeigt sich Leimgrübler jedoch darüber erleichtert, dass es nicht die Bezirksverwaltung trifft, die anderweitig platziert wird. Denn vor der Entscheidungsfindung hatte die Frage noch gelautet: die Bezirksverwaltung oder die Jugendanwaltschaft.

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