Psychiatrie

Jobangst treibt Aargauer zum Psychiater

Psychiater muss vermehrt helfen

Psychiater muss vermehrt helfen

Die Wirtschaftkrise produziert jetzt Lebenskrisen. Die wirtschaftlich rauen Zeiten machen den Aargauerinnen und Aargauern zu schaffen. Die Furcht um den Arbeitsplatz treibt viele zum Psychiater. Auch in den externen psychiatrischen Dienst der Klink Königsfelden in Windisch.

Urs Hepp, Chefarzt des Externen psychiatrischen Dienstes Aargau in Windisch, wird gegenüber a-z.ch deutlich: «Wir haben generell viele Anmeldungen. Was wir aber feststellen konnten, dass die Anmeldungen vermehrt mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zu tun haben.» Es werden zwar keine Statistiken geführt, er habe aber den Eindruck, dass die Jobangst anteilsmässig bei den Anmeldungen zugenommen habe. Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz drückt den Aargauerinnen und Aargauern offenbar aufs Gemüt. Die Wirtschaftskrise findet immer mehr in Lebenskrisen Niederschlag.

Beim externen psychiatrischen Dienst Aargau sind die Fallzahlen zwar hoch, ein massiver Anstieg ist aber nicht zu verzeichnen. In anderen Schweizer Kantonen nehmen die Fallzahlen in allen Bereichen der Psychiatrie zu. Krankheitsbilder wie Depressionen, Angst- und Suchterkrankungen werden immer häufiger. Dies bestätigte Alexander Zimmer, Chefarzt der Externen Psychiatrischen Dienste im Kanton Baselland gegenüber der Aargauer Zeitung. Besonders prekär ist die Situation in der Stadt Luzern. Das Ambulatorium der Psychiatrie der Stadt Luzern führt bereits eine Warteliste, Patienten werden einen Monat vertröstet, wie die Sendung «Schweiz Aktuell» berichtete. Auch hier liegt die Schlussfolgerung nahe, dass die Zunahme mit wirtschaflichen Ängsten zu tun haben könnte.

(pat)

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