Neumättli
Jetzt wird gespielt auf dem Neumättli

Gontenschwil hat seine Fussballarena feierlich eingeweiht und freut sich an der schönen Anlage Die Freude stand den Leuten an der Einweihung der Sportanlage ins Gesicht geschrieben. Die Fussballer haben einen neuen Platz, und sie haben in Eigenregie ihr Klubhaus gebaut.

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Aargauer Zeitung

Peter Siegrist

Der Gontenschwiler Gemeindeammann Renate Gautschy eröffnete den Reigen der Gruss- und Dankbotschaften am Festakt zur Einweihung der Sportanlage Neumättli. «Jetzt haben es alle geschafft, wir können unseren Sportvereinen einen neuen, zeitgemässen Rasenplatz übergeben», sagt Gautschy, «gelungen ist es dank dem Einsatz einer Topmannschaft und von Einzelkämpfern.»

Von der Idee bis zum ersten Match brauchte es viel Zeit und grosses Engagement von ganz verschiedenen Leuten im Dorf. Renate Gautschy dankte den beteiligten Handwerkern, den Gemeinderatskollegen und besonders den beiden «Extremfussballern», Manfred Sollberger und Gemeindeschreiber Reto Mäder. «Diese beiden haben in den letzten Jahren alles auf eine Karte gesetzt», sagte Gautschy.

Planung und Politik

Vizeammann Beat Haller hielt kurz Rückschau auf die sechsjährige Planungs- und Bauzeit. Ganz reibungslos war die Sportanlage am Dorfrand nicht zu realisieren. Eingezont 2003, kam es 2004 zum Landerwerb durch die Gemeinde und zur Bewilligung des Projektierungskredites im Jahr 2005.

Im folgenden Jahr wurde die Ausführung von der Gmeind gutgeheissen, dann aber mit einer Referendumsabstimmung gekippt. 2007 brachte die Behörde ein neues Projekt vor die Gmeind. Neu war, dass der FC Gontenschwil selber für ein Klubhaus aufkommen musste.

Der Souverän bewilligte 1,1 Millionen Franken und der FC nahm, unterstützt von der IG Neumättli, Planung und Bau des Klubhauses in Angriff. «Heute sind wir froh, dass wir dieses grosse Ziel erreicht haben» sagte FC-Präsident Adrian Joller.

«Wir danken der IG Neumättli und den Firmen, die uns mit speziellen Konditionen unterstützt haben.» Über 1000 Stunden Fronarbeit haben die Fussballer geleistet während der letzten Monate. «In dieser Zeit sind wir zu einer Familie zusammengewachsen.»

Hans Ryter vom Aargauischen Fussballverband lobte in seiner Ansprache die schöne Anlage und sagte: «Vorbei sind die Zeiten, wo die Trainer aus taktischen Gründen die erste Halbzeit am liebsten aufwärts spielen wollten.»

Während der verschiedenen Grussadressen ans Publikum, scharrten die F-Junioren ungeduldig mit den Füssen. Dies war durchaus verständlich. Sie waren die Ersten, die auf dem makellosen Rasen in einem Match ihr Können zeigen durften. Mit grossem Einsatz und Kampfgeist haben sie das Spielfeld in Besitz genommen.