Flamingo
Jetzt spricht der Tierpräparator

Markus Alder ist einer von 20 amtierenden Tierpräparatoren im Kanton Aargau. Er hat auch schon Tiere der Sektion Fischerei und Jagd präpariert. Er erklärt, wie man einen abgeschossenen Flamingo ausstopft.

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Präparator

Präparator

Keystone

Claudia Landolt

Der Chileflamingo wartet in einem Tiefkühler auf seinen letzten Gang. Laut Markus Alder wird ein Flamingo wie jeder andere Vogel präpariert. Zuerst wird das Tier gewaschen und die Haut gegerbt. Dazu wird das Tier an Bauch und Brust aufgeschnitten, und «wie bei einem Poulet» die Haut abgezogen. Sämtliche Knochen, das gesamte Gewebe plus Fett werden entfernt. Erhalten bleiben Schnabel, Teile des Schädels sowie die Beine. Anschliessend macht der Präparator einen Kunstkörper, entweder aus Polyurethan oder aus Holzwolle («wie ein Teddybär»). Durch die Füsse, Beine und den Körper über die Flügel und den Hals wird dann ein Draht gezogen. Der Trocknungsprozess dauert laut Alder bis zu drei Monaten. Zum Schluss fertigt der Präparator noch die passende Farbe für den Vogel an, so dass er möglichst naturgetreu aussieht.