Knoten Neuhof

Jetzt sagt der Kanton dem Stau den Kampf an

Die Kreuzung Neuhof bei der Berufsschule:  Auf dieser Spur (oben rechtsl) fahren die Autos aus dem Bünztal heute auf die Autobahn. (Bild: SOM)

Knoten Neuhof

Die Kreuzung Neuhof bei der Berufsschule: Auf dieser Spur (oben rechtsl) fahren die Autos aus dem Bünztal heute auf die Autobahn. (Bild: SOM)

Geplant ist der Ausbau des Knotens Neuhof bei der Berufsschule, eine Rampe auf die A1 und eine Querstrasse zwischen Othmarsingen und Lenzburg.

Maja Sommerhalder

Wer zu Stosszeiten in Lenzburg auf die Autobahn will, braucht viel Geduld. Besonders stark belastet ist die Bünztalstrasse - 20 000 Fahrzeuge benutzen die Verkehrsachse zwischen Wohlen und Lenzburg täglich. Besonders viele Lastwagen sind hier unterwegs, da im Bünztal viele Industriebetriebe angesiedelt sind.

«Die Strasse ist bereits heute an ihrer Leistungsgrenze», sagt Regierungsrat Peter C. Beyeler: Und der Verkehr nehme in den nächsten Jahren keineswegs ab: «Die Bevölkerung Aargau wächst und wächst. Somit wird sich das Problem noch verschärfen.»

Verkehr soll flüssiger werden

Deshalb wollen der Kanton und die Gemeinden Lenzburg und Othmarsingen den Autobahn-Zubringer Lenzburg ausbauen. Die Kosten von rund 60 Millionen übernehmen Bund, Kanton und die Stadt Lenzburg. Der Verkehr soll so flüssiger und sicherer werden. Die Bauarbeiten werden frühestens im Jahr 2012 beginnen. Insgesamt fünf Bestandteile umfasst das Projekt.

Unterirdisch zur Autobahn

So soll die Kreuzung Neuhof bei der Berufsschule Lenzburg in einen Kreisel umgebaut werden. Der Verkehr vom Bünztal in Richtung Autobahn wird in Zukunft unterirdisch am Neuhof-Kreisel vorbeigeführt. Der Neuhof-Kreisel ist das Herzstück des A1-Zubringer-Ausbaus.

Ebenfalls wird die Zufahrt von der Autobahn nach Othmarsingen unter dem Autobahnzubringer durchgeführt. Somit entfällt das Linksabbiegen. Zwischen Othmarsingen und Lenzburg ist eine neue Verbindungsstrasse geplant. Dadurch wird das Industriegebiet Hornerfeld erschlossen. Zudem gibt es eine neue Einfahrtsrampe auf die A1 in Richtung Zürich.

Geld fehlt in der Staatskasse

Auch die Bünztalstrasse könnte umgebaut werden, wenn der Ausbau des Autobahn-Zubringers erst einmal realisiert ist. Doch dies ist noch Zukunftsmusik, wie Götz Timcke vom Departement, Bau, Verkehr und Umwelt erklärt: «Wir müssen nach der Fertigstellung beobachten, welche Auswirkungen der Ausbau auf die Strasse hat.» Möglich wären eine vierspurige Bünztalstrasse und eine Westumfahrung Dottikon.

Doch nicht nur der Verkehr wäre entscheidend, sondern auch die finanziellen Mitteln, wie Regierungsrat Beyeler sagt: «Die Einnahmen in der Strassenkasse gehen zurück. Dies macht mir grosse Sorgen. Wenn wir die Strassen nicht ausbauen, gibt es noch mehr Stau.» Dadurch würde der Aargau an Attraktivität verlieren: «Das schadet unserer Wirtschaft.»

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