Jetzt liegt der Ball bei der Stadt

Einige Marktfahrer sind un-glücklich mit den diesjährigen Feiertagen 1. August und zwei Wochen später Maria Himmelfahrt: Beide fallen auf einen Samstag. Nun hat die «IG Märet» bei der Kundschaft Unterschriften für vorverlegte Märkte am Freitag gesammelt.

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Solothurner Zeitung

Wolfgang Wagmann

1000 Unterschriften hatte sich IG-Präsident Niklaus Bolliger als Ziel gesteckt. Gestern konnte er lakonisch vermelden: «Am Samstag wurden 1016 Unterschriften gesammelt. Das Sammelziel ist erfüllt. Wir können die Petition einreichen.» Zur Aktion hatte sich der Vorstand - nebst Bolliger gehören ihm noch der Deitinger Käser Peter Blaser, Regina Hohl (Attiswil), der Biez-wiler Gemüsebauer Stefan Hueter und Elisabeth Lanz aus Gänsbrunnen an - entschlossen, weil eine Anfrage bei der Stadtpolizei für zwei Freitagsmärkte negativ ausgefallen war (vgl. Samstagausgabe). Hauptgrund laut Kommandant Peter Fedeli: Am Freitagmorgen werde damit die Anlieferung der Geschäfte und Restaurants verunmöglicht oder zumindest eingeschränkt.

«Es kommen sicher nicht alle Marktfahrer», ist Bolliger überzeugt, dass man einen reduzierten und somit konzentrierten Märet durchführen könne, ohne die Anlieferungen allzu sehr zu tangieren. Wichtig sei der Märet in der Haupterntezeit vor allem für die selbst produzierenden Marktfahrer, die ihr dann reichlich vorhandenes Gemüse absetzen wollen. Längst nicht alle Gemüseanbieter auf dem Märet fallen darunter - «viele kaufen Ware dazu, aber das ist ein Tabuthema», weiss Bolliger.

Warum nicht am Donnerstag?

Einfacher wäre die Situation, würden die Märkte statt an den Freitagvormittagen des 31. Juli und 14. August schon am späten Donnerstagnachmittag und -abend stattfinden: Der Anlieferungsverkehr ist ab 13.30 Uhr vorbei, und die Kundenfrequenzen wären mit dem Abendverkauf grösser. Auch könnte man allenfalls den Mittwochmarkt am Tag vorher ausfallen lassen. «Keine Begeisterung» habe er mit der Idee bei den Marktfahrern geerntet, so Bolliger, und Stapo-Komandant Peter Fedeli meint vorsichtig: «Wir schauen jetzt erst einmal, was an Vorschlägen kommt.»

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