Feuer

Jetzt brennts auch im Tunnel

Bedrohlich heiss: Insgesamt sieben Feuerwehrwehrleute löschten einen Tunnelbrand in welchen mehrere Autos verwickelt waren im ifa-Übungstunnel in der Klus sehr effizient. Stetes trainieren solcher Ereignisse wird deren Bekämpfung verbessern.  Hansjörg Sahli

Tunnelbrand

Bedrohlich heiss: Insgesamt sieben Feuerwehrwehrleute löschten einen Tunnelbrand in welchen mehrere Autos verwickelt waren im ifa-Übungstunnel in der Klus sehr effizient. Stetes trainieren solcher Ereignisse wird deren Bekämpfung verbessern. Hansjörg Sahli

Nach fast zehnjähriger Projektierungszeit kann nächste Woche die Ifa-Tunnel-Übungsanlage in der Klus in Betrieb genommen werden. Gestern morgen waren die Medien zum Augenschein geladen.

Fränzi Rütti-Saner

Wie heiss es in einem Tunnel im Brandfall werden kann, konnten gestern gegen 30 Medienvertreter erfahren, die sich zwecks Besichtigung des fertig erstellten Übungs-Tunnels in der Klus freiwillig einem Tunnelbrand aussetzten. Sieben Feuerwehrmänner und zwei Instruktoren bekämpften den mit Gas künstlich erzeugten, aber nicht minder realistischen PKW- und LKW-brand im Tunnelinnern.

Überlegt und doch so rasch als möglich rückten die Feuerwehrmänner, ausgerüstet mit je zwei Sauerstoffflaschen, vor und kühlten zunächst die Betondecke des Tunnels, bevor sie die eigentlichen Brandherde löschten. Nach rund zehn Minuten war das Feuer gelöscht, die Männer konnten den Rückzug antreten.

Brand mittels Funk

Welch körperliche Schwerstarbeit sie mit dieser Übung geleistet hatten, konnte an ihren Gesichtern abgelesen werden. Schweissgebadet, mit roten Köpfen aber geduldig stellten sie sich den Fragen der anwesenden Journalisten. «Es hat alles geklappt», sagte denn auch Roland Feller aus Meinisberg. Er ist einer der Instruktoren beim ifa und hatte bei diesem Einsatz mittels einer Funkfernbedienung die Aufgabe, den Brandfall zu gestalten, das heisst, das Feuer oder den Rauch stärker werden zu lassen oder nicht und damit seine Männer zu fordern oder zu belohnen.

Fast 40 Millionen Franken wird die gesamte Anlage in der Klus kosten, welche das Bundesamt für Strassen, Astra und die SBB unter der Federführung des ifa, des interkantonalen Feuerwehrausbildungszentrum in der Klus bauen liess. Entsprechend stolz auf die weltweit einzigartige Anlage sind die Verantwortlichen. Allen voran der Präsident der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung, Bernhard Fröhlich. Er gab den Medienvertretern einen kurzen Abriss in die Entstehungsgeschichte des Übungstunnels.

Fröhlich betonte, dass man mit der jetzt in Betrieb gehenden Anlage sämtliche Einrichtungen für unteriridischen Verkehrsanlagen beüben könne. So wurde auch ein dreigeschössiges Einstellhalle, sowie ein unterirdischer Bahnhof auf dem Gelände gebaut. «Jeder neunte Kilometer des Nationalstrassennetztes verläuft heute unterirdisch», erklärte Jürg Röthlisberger, Vize-Direktor des Astra und Chef der Abteilung Infrastruktur. Derzeit seien dies gut 220 Tunnel. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Bekämpfung solcher Ereignisse so realistisch wie möglich üben können.

Ebenfalls zufrieden ist Bruno Stehrenberger, Leiter Betriebsführung der SBB. Er sagte, dass es im Ernstfall ausserordentlich wichtig sei, dass die rund 200 professionell arbeitenden Wehrpersonen der SBB jetzt eine gemeinsame Ausbildungsstätte bekommen.

Die Tunnelübungsanlagen in der Klus/Balsthal und in Lungern stehen am 3. und 4. Oktober für die Öffentlichkeit offen. In Balsthal jeweils von 10 bis 17 Uhr; in Lungern am Samstag von 12 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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