Pass

Jetzt braucht auch das Pferd einen Pass

Da hat der Amtsschimmel wieder zugeschlagen: Ab 2011 brauchen auch Pferde einen Pass. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden.

Die Begründung für diesen Entscheid sieht der Bundesrat darin, dass «Pferde sind oft in ganz Europa und manche gar weltweit unterwegs. Dadurch können jederzeit Pferdekrankheiten in die Schweiz eingeschleppt werden», heisst es im Communiqué.

Entscheidend wird sein, dass die Europäische Union bereits seit 2009 eine Chippflicht für Fohlen kennt. Der Mikrochip zur Kennzeichnung von Pferden entwickelt sich deshalb zum europäischen - wenn nicht internationalen - Standard.

Die Registrierung von Pferden ist zudem nichts grundlegend Neues. Bereits heute sind viele Pferde bei Verbänden registriert und haben dadurch einen Pferdepass. Zudem müssen seit diesem Jahr alle Pferdehaltungen den kantonalen Koordinationsstellen gemeldet werden. Mit der neuen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht werden nun alle Daten zentral zusammengeführt und alle Pferde werden erfasst.

Konkret müssen nun die Eigentümer von Pferden, genauer von Equiden, aktiv werden. Eigentümer sind jene, denen ein Pferd, ein Pony, ein Esel, ein Maulesel oder ein Maultier gehört - auch wenn das Tier anderswo in Pension steht. Eigentümer müssen sich und ihre Tiere bis spätestens Ende 2012 bei der Tierverkehrsdatenbank registrieren und, falls noch nicht vorhanden, einen Pferdepass - mit Signalement (äusserliche Erkennungsmerkmale) des Tieres - bestellen. Bei Fohlen, welche nach dem 1. Januar 2011 zur Welt kommen, braucht es zudem einen Mikrochip.

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