Jürg Amsler

«Am Bahnhofstutz wird an der Umfahrungsstrasse gebaut was das Zeug hält.» Christoph Abbühl, Bauverwalter in Büren, lobt: «Die Firma Marti AG leistet hervorragende Arbeit. Zuweilen sind bis 15 Bauarbeiter auf der Baustelle.» Und er ist zuversichtlich, dass ab Ende 2011 der Transitverkehr in Ost-West-Richtung über die Bahnhofstrasse rollt. «Damit wird die Kernzone im Stedtli, insbesondere die Hauptgasse, entlas-tet. Dies kann aber nur geschehen, wenn bis zu diesem Zeitpunkt die vorgesehenen flankierenden Massnahmen realisiert sind.» Abbühl macht klar, dass es mit der Umfahrungsstrasse alleine nicht gemacht ist.

Drei Projektteams erhielten von der Gemeinde Büren den Auftrag, Studien zur Gestaltung des öffentlichen Raums im Stedtli zu erarbeiten. Im Juli 2008 wurde das Siegerprojekt des Ingenieurbüros Steiner und Buschor aus Burgdorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Diesen Mai lag es zur öffentlichen Mitwirkung auf (wir berichteten).

Projekt für Baugesuch bereinigen

Der Bauverwalter verheimlicht nichts: «Das Interesse hielt sich in Grenzen. Es scheint, dass der Grossteil der Bevölkerung mit den vorgesehenen Massnahmen einverstanden ist.» In der Tat: Lediglich fünf Beiträge sind eingegangen. Das neue Parkplatzregime im Stedtli hat die Mitwirkenden am meis-ten beschäftigt. «Zum Teil werden Lösungen gesucht, die Einwände und Anregungen in das Projekt aufzunehmen. Dieses wird in bereinigter Form als Baugesuch Anfang des nächsten Jahres eingereicht und publiziert.» Christoph Abbühl nennt den nächsten Schritt und fügt an: «Wir stehen unter keinem Zeitdruck.»

Voll zu Lasten der Gemeinde

Falls es zu keinen Einsprachen komme, werde der Abschnitt im Bereich des neuen Kreisels beim Coop bis zur Kirche als Erstes in Angriff genommen und parallel zu den Arbeiten für die Umfahrungsstrasse bis Ende 2011 ausgeführt. Ab dann wird in der ganzen Altstadtumgebungszone - inklusive Graben und Trappeten - Tempo 20 gelten. Der Bauverwalter erklärt: «Die Zufahrt ins Stedtli soll sich schon optisch mit mehreren Bäumen und dem Anlegen von neuen Parkfeldern beim Friedhof unattraktiv zeigen - vor allem für Lastwagen im Transitverkehr.» Diese sollen bekanntlich in der Kernzone nichts mehr zu suchen haben und über die Umfahrung Bahnhofstrasse gelenkt werden.

Abbühl schätzt die Kosten für diese erste Bauetappe auf 800 000 bis eine Million Franken. Die weiteren gestalterischen Massnahmen im Stedtli würden in späteren Etappen realisiert. Der Bauverwalter: «Alles, was wir ausführen, geht voll zu Lasten der Gemeinde.» Darum sei eine Etappierung auch finanziell sinnvoll.

Der Mitwirkungsbericht zur Gestaltung des öffentlichen Raums im Stedtli kann im Internet unter www.bueren.ch heruntergeladen werden.