Blitz
Jeder Blitz ein Adrenalinkick

Je mehr Gewitter am Himmel auftauchen, desto begeisterter ist Dominic Kurz. Seine Freude daran will der Spreitenbacher künftig mit vielen Leute teilen: Er hat das Nationale Frühwarnsystem (NFWS) gegründet und hofft auf grosse Unterstützung.

Drucken
Blitz

Blitz

Limmattaler Zeitung

Dieter Minder

Wetterkarten und Wetterwarnsysteme gibt es schon einige. Vor allem im Internet lassen sich entsprechende Informationen über die gesamte Welt abfragen. Dominic Kurz hat aber festgestellt, dass vor allem Informationen über lokale und kleinräumig auftretende Ereignisse fehlen. Dieses Manko wollen der Spreitenbacher und seine Kollegen beheben. «Die Leute sollen uns ihre Beobachtungen per SMS mitteilen.» Das sei schneller und effizienter.

Datenbank für Niederschläge

Wer sich am Warnsystem beteiligen will, muss sich auf der Internetseite als Spotter und Storm Chaser registrieren. Er oder sie kann dann Wetterbeobachtungen direkt in die zentrale Datenbank eingeben. «Mit einem Code, den der Spotter auf sein Handy erhält und den er bestätigen muss, sichern wir, dass keine Falschmeldungen abgegeben werden.» Die Information erscheint darauf als zeitlich und räumlich präzise Warnung auf der Homepage. «Noch sind wir daran, das System aufzubauen», sagt Kurz. Das heisst, er sucht nicht nur Beobachter und Gewitterjäger, sondern auch auf der Homepage muss noch einiges perfektioniert werden.

Um die Informationen aufzubereiten, bedient sich Kurz sämtlicher Karten von Radarbildern, die über das Internet angeboten werden. Diese werden je nach Bedarf ergänzt. So kann Kurz Karten anbieten, die zeigen, wo die meisten Gewitterzellen entstehen oder in welcher Richtung sich die Niederschlagswolken mutmasslich bewegen.

Gewitterfan seit jungen Jahren

«Seit ich 12 Jahre alt bin, interessiere ich mich für Gewitter», sagt Kurz. Nächtelang habe er Blitze beobachtet. Daraus ist ein Hobby geworden. «Ich liebe den Adrenalinkick», meint er. Wann immer er Zeit hat, sucht er Niederschlagsgebiete auf, selbstverständlich bewaffnet mit Video- und Fotokamera. Eine Videokamera hat er auf seinem Auto montiert. Immer wenn er in die Nähe von Gewittern kommt, lässt er sie laufen. So entstehen Filme, die zuerst Wolken in weiter Ferne zeigen und zuletzt in starken Platzregen, oft mit überfluteten Strassen, enden. «Wir haben auch schon Feuerwehren alarmiert, damit sie bereit sind, wenn die Bäche über die Ufer treten», sagt Kurz - und beweist es mit Fotoaufnahmen.

Aktuelle Nachrichten