Oensingen

«Ja, es sieht krass aus»

Weg: Die Hecke beim Ballfang.

"Ja, es sieht krass aus"

Weg: Die Hecke beim Ballfang.

Jahrzehntelang war der Fussballplatz in Oensingen von einer Hecke umsäumt. Sie wurde radikal gerodet – zum Ärger vieler. Von Seiten der Gemeinde, sie soll künftig zuständig sein für den Unterhalt der Anlage, wird erklärt, die Rodung sei nötig gewesen.

Alois Winiger

«Ja, es sieht wirklich krass aus», gibt Dominik Jenni, Leiter Bau der Gemeinde Oensingen, zu. Aber es sei nötig gewesen, weil der Ballfang respektive der Maschendrahtzaun rund um den Fussballplatz Bechburg zu zwei Dritteln erneuert werden müsse. Auf den ersten Blick scheint der Zustand aber so schlecht nicht zu sein. «Das täuscht», widerspricht Jenni. «Die Metallpfosten sind rund dreissig Jahre alt und weisen an empfindlichen Stellen Rostschäden auf.»

Für Sichtschutz wird gesorgt

Wäre es nicht auch möglich gewesen, weniger radikal vorzugehen und einzelne Sträucher stehen zu lassen? «Möglich schon», antwortet Jenni. «Auf der Ostseite des Spielfeldes wurde zum Beispiel nicht alles abgeholzt.» Aber sonst sei es eben auch eine Frage des rationellen Arbeitens. Er sei sich bewusst, dass es Leute gibt, die das anders sehen, oder das Gefühl haben, sie seien zu wenig oder falsch informiert worden. «Und schliesslich», fährt Jenni weiter, «wachsen viele der Sträucher wieder nach, und es werden auch welche gepflanzt.» Als erste Mass-nahme für den Sichtschutz würden am Zaun auf der Ostseite des Fussballplatzes Textilbahnen montiert.

Klare Regelung fehlte

Man werde künftig Acht geben, dass die Gewächse nicht mehr zu gross werden und dadurch die Umzäunung beschädigen. Hier liegt laut Jenni der Grund des Übels. «Man hat vor Jahrzehnten Sträucher und Bäume gesetzt, sie wachsen lassen und es dann versäumt, sie regelmässig zurückzuschneiden.» Mit der Zeit war das Gehölz dann so gross geworden, dass weder der Fussballclub noch der Werkhof über das richtige Werkzeug verfügte, um es auszulichten. Jetzt musste der Forstbetrieb der Bürgergemeinde Oensingen eingreifen, Kostenpunkt: 10 500 Franken. Diese Massnahme war mitentscheidend, dass der Gemeinderat in Absprache mit dem Fussballklub beschloss, den gesamten Unterhalt der Bauabteilung der Gemeinde zu übertragen. Dann sei ganz klar geregelt, wer zuständig ist, was bisher nicht der Fall war.

Entscheid am Montagabend

In diesem Zusammenhang steht ein Traktandum der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag: Ein Verpflichtungskredit von 195 500 Franken für den baulichen Unterhalt der Sportanlagen unter der Federführung der Bauvewaltung. Der Gemeinderat wird der Versammlung empfehlen, dem Kredit zuzustimmen. Der Fussballklub leiste einen wichtigen Beitrag zum Sportgeschehen sowie für die Jugendarbeit; der Verein zähle rund 150 Junioren.

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