Paparazzi

Italien: Verdacht auf Erpressung von Prominenten mit Fotos

Paparazzi auf der Jagd nach Prominenten (Archiv)

Paparazzi auf der Jagd nach Prominenten (Archiv)

In Italien bahnt sich ein neuer Paparazzi-Skandal an. Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Fotografen, die Prominente mit «Meuchel-Fotos» erpresst haben sollen.

Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und dem Show-Business sollen von den Fotografen mit Fotos erpresst worden sein, bei denen sie in kompromittierenden Situationen erwischt wurden, wie italienische Medien berichteten.

Zu den Opfern zählen nach Angaben italienischer Medien ein hochrangiger Politiker der Regierungskoalition um Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und Lapo Elkann, Spross der Fiat-Dynastie Agnelli.

Einen ähnlichen Skandal gab es bereits im März 2007. Er hatte zur Festnahme des Promi-Fotografen Fabrizio Corona geführt. Corona soll Starlets beim Koksen oder intimen Treffen "geblitzt".

Er soll ihnen gedroht haben, die Bilder in Klatschzeitungen zu veröffentlichen, hätten sie nicht dafür bezahlt. Corona wurde deswegen im Dezember zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Zu den Opfern Coronas zählten unter anderem Fussballstar David Trezeguet, der bei einer Vernehmung zugegeben hatte, 20'000 Euro für 20 kompromittierenden Fotos mit einem Model bezahlt zu haben. Der zuständige Ermittlungsrichter sprach von einem "kriminellen System", das auf Erpressung und Ausbeutung basierte.

Der 35-jährige Corona hatte stets seine Unschuld beteuert. Es sei üblich gewesen, in kompromittierenden Situationen abgeblitzten VIPs den Kauf von Bildern anzubieten. Das könne nicht als Erpressung betrachtet werden, meinte Corona, der Einspruch gegen das Urteil einreichen will.

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