Interpols Onlinejagd lässt Website zusammenbrechen

Seit gestern sind auf Interpols Website die Fotos 26 gesuchter Schwerverbrecher online. Die Bevölkerung scheint interessiert: Die Website wurde so oft besucht, dass sie zusammenbrach.

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Interpol HQ
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Interpol HQ

In der Operation «Infra-Red 2010» macht Interpol Jagd auf 450 Schwerverbrecher, die sie bis anhin nicht auftreiben konnte. Gleich zu Beginn der Mission gingen 107 Kriminelle ins Netz.

Um weiter vorwärts zu kommen, hat Interpol gestern Montag die Bilder von 26 Kriminellen im Internet veröffentlicht und die Bevölkerung dazu aufgerufen, Hinweise zum Aufenthaltsort der jeweiligen Personen an den Fahndungsdienst zu senden.

Der Ansturm war derart gross, dass schon kurz nach der Veröffentlichung der Bilder nichts mehr ging. Die Website Interpols brach unter der Last der zahlreichen Besucher einfach zusammen.

Interpol führt regelmässige Internetfahndungen durch. Bekannt ist etwa der Fall des Pädophilen Christopher Paul Neil. Deutschen Computerspezialisten gelang es, dessen unkenntlich gemachtes Gesicht aus pädophilen Sexfilmen zu rekonstruieren.

Daraufhin veröffentlichte Interpol Bilder von dem kanadischen Lehrer und machte ihn so zum meistgesuchten Pädophilen der Welt. Nach kurzer Jagd konnte er im Oktober 2007 in Thailand festgenommen werden. (mik)

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