Shitstorm
Internet ist empört: Eine Jägerin posiert neben einer erlegten Giraffe

Eine Amerikanerin und Besitzerin eines Jgadgeschäfts posiert auf einem Foto mit einer toten Giraffe – zum Missfallen eines britischen Comedian und Tierfreunds. Er veröffentlicht das Bild auf Twitter. Die Reaktionen darauf sind heftig.

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Rebecca Francis besitzt ein Jagdgeschäft und gewann im Jahre 2010 das Realityformat «Extreme Huntress». Hier posiert sie mit einer erlegten Giraffe.

Rebecca Francis besitzt ein Jagdgeschäft und gewann im Jahre 2010 das Realityformat «Extreme Huntress». Hier posiert sie mit einer erlegten Giraffe.

Twitter/rickygervais

Rebecca Francis ist Mutter, Dentalhygienikerin und Freizeitlyrikerin. Ausserdem besitzt sie ein Jagdgeschäft und gewann im Jahre 2010 das Realityformat «Extreme Huntress».

Und wie es sich in der Branche gehört, posiert Francis gerne neben ihrer erlegten Beute.

Was aber auch dazu gehört: dass Tierfreunde das so ganz und gar nicht goutieren. Zum Beispiel Ricky Gervais. Der britische Comedian twitterte unlängst ein Bild von Francis und fragte, was den schiefgelaufen sei in ihrem Leben, dass sie sowas nötig habe:

Die Reaktion unter Gervais' 7.53 Millionen Followern blieb nicht aus, und es folgte ein Shitstorm der ausgewachseneren Sorte.

Der Köder lag nun also wieder bei Francis. Als erstes sperrte sie ihren Facebook-Account für die Öffentlichkeit und danach gab sie gegenüber HuntingLife.com folgendes Statement ab:

«Als ich vor fünf Jahren in Afrika war, nahm ich mir vor, keine Giraffe zu erlegen. Am Ende meiner Jagd wurde mir aber dieser prächtige alte Bulle präsentiert, der komplett verlassen alleine herumwanderte. Er war von einem jüngeren, stärkeren Bullen aus der Herde vertrieben worden. Er hatte seine fruchtbaren Tage hinter sich und war dem Tod nahe. Ich wurde gefragt, ob ich mit dieser Giraffe die lokalen Anwohner mit Essen und weiteren nützlichen Dingen versorgen wolle. Weil sie todgeweiht war, musste ich mich entscheiden, ob ich die Giraffe der Natur überlassen oder damit der Bevölkerung helfen wolle. Ich entschied mich dafür, ihr Leben damit zu ehren, dass es anderen Lebewesen nützlich werde – und ich bereue meinen Entscheid keine Sekunde. Als sie dann am Boden lag, warteten bereits Leute, um das Fleisch zu nehmen. Ihr Schwanz wurde für Schmuck, ihre Knochen anderweitig benutzt. Kein Teil ihres Körpers blieb ungenutzt. Ich bin dankbar dafür, dass ich bei einer derart guten Sache dabei war.»

Stellt sich nur noch die Frage, weshalb sie so grinsend neben dem toten Tierposieren muss. (tog)

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