Louis Probst

«Die Fundamente werden nach dem Erfordernissen des Kunstwerkes bereitgestellt», erklärt Remy Schärer. «Erwünscht sind keine beweglichen Kunstwerke, aber Strom für eine Beleuchtung wird zugeführt», versichert Friederike Schmid: An der Zürcherstrasse in Windisch haben sich die Künstlerinnen und Künstler eingefunden, die zum Wettbewerb für die künftige Gestaltung dieses Verkehrsraumes eingeladen worden sind. Begleitet werden sie von der höchsten Windischerin, Einwohnerratspräsidentin Susanne Keller; von Jörg Wüst, dem Präsidenten des Gewerbevereins - «es braucht auch Sponsoren», meint er - und von Friederike Schmid, der Leiterin des Kunstprojektes. Die Reiseführung sozusagen obliegt Remy Schärer von der Bauverwaltung Windisch. Auf dem Programm stehen für die Kunstschaffenden neben der Begehung der Zürcherstrasse auch Besuche des Legionärspfades, der Klosterkirche, der Kabelwerke, des im Entstehen begriffenen Fachhochschul-Campus und der psychiatrischen Klinik Königsfelden.

«Chance für ganzheitliche Gestaltung»

«Mit dem Besuch vor Ort soll den Kunstschaffenden die Möglichkeit gegeben werden, die Strassensituation und die umliegenden prägenden Gebäude und Institutionen unter die Lupe zu nehmen», erklärt Friederike Schmid. «Aus diesem Einblick soll eine künstlerische Strassenintervention erwachsen, die für Windisch in Zukunft eine einzigartige Visitenkarte darstellen soll.»

Im Sommer dieses Jahres hatte der Gemeinderat grünes Licht für einen Studienauftrag zur künstlerischen Gestaltung des Verkehrsraumes entlang der Zürcherstrasse gegeben. Auslöser waren Wünsche, die von verschiedener Seite im Hinblick auf die Gestaltung der drei Kreisel an den Gemeinderat herangetragen worden waren. Friederike Schmid: «Für Windisch ergibt sich hier die einmalige Gelegenheit, entlang der Zürcherstrasse eine ganzheitliche Gestaltung mit einem philosophisch-emotionalen Fil rouge, passend zu Historie und Visionen der Gemeinde, aufzubauen.»

Eindrücke für den künftigen Ausdruck

Während an der Zürcherstrasse an den Kreiseln gearbeitet wird, machen sich die Kunstschaffenden mit der Situation vertraut. Iris Andraschek macht sich emsig Notizen, Hubert Lobnig macht Videoaufnahmen und Leo Zogmayer und Luca Degunda fotografieren . . . Man darf jetzt gespannt sein, was aus diesen Eindrücken in den Ateliers zwischen Aarau und Wien für Windisch entstehen wird.