Andrea Weibel

Ein Jahr lang haben Damenriege und Turnverein Sarmenstorf mit all ihren Gruppen - von den Muki-Turnern über die Jugendriegen bis zu den gestandenen Herren und Damen - Zeit, sich neue Programme für die alljährliche Turnshow zu überlegen. Jedoch kommen während dieses Jahres immer wieder Turnfeste, Wettkämpfe und andere Events dazwischen, die sie von den Vorbereitungen abhalten. Umso mehr freut sich das Publikum an den drei Vorstellungen, wenn sie dennoch einen witzigen, spannenden und atemberaubenden Abend erleben dürfen. So war es auch in diesem Jahr, denn bei allen drei Vorstellungen waren die über 400 Plätze in der Mehrzweckhalle beinahe restlos ausverkauft.

Rockige Musik gehört dazu

Vom Turnerabend Sarmenstorf ist man vor allem die niedlichen Kleinen gewohnt, die das Publikum mit ihrem Charme bezaubern. Dazu kommen die tanzenden und steppenden Damen und die Herren, die hoch auf den Barren und am Reck ihre Flugnummern präsentieren. Worauf die Zuschauer aber gespannt sind, ist die jeweilige Umsetzung dieser Darbietungen. In diesem Jahr tanzten die kleinsten Turnerinnen und Turner mal als niedliche Cowboys und Indianer durch die Prärie, mal hüpften sie mit Zipfelmützen durch den Zwergenwald.

Die Damen interpretierten in glitzernder 70er-Jahre-Kluft ein Abba-Medley, während die Herren sich zu Schmuserockmusik über die Holmen schwangen. Völlig der Musik verschrieben hatte sich dagegen die Meitliriege Oberstufe. Anstelle von turnerischen Elementen performten sie ein Lied von Pink und stellten sich frech als Rockstars hin. Dazwischen wurden die Pausen von den bekannten vier Köpfen von «Piff and Friends» witzig überbrückt.

Bald wieder ein Motto?

Der grosse Höhepunkt der Show war aber wie immer die letzte Nummer. Damenriege und Turnverein zusammen schwebten bei «Fire and Ice» an einem menschlichen Trapez und beförderten sich zwischen Eisbergen und Feuerschwaden mit einem Katapult saltoschlagend in die Luft. Das Staunen liess nicht auf sich warten.

Schon lange gibt es bei der Turnshow Sarmenstorf kein Motto mehr. Ob die turnenden Vereine nicht doch wieder einmal einen roten Faden durch den Abend ziehen wollen, wird sich im nächsten Jahr zeigen. Für die rund 250 Mitwirkenden war die Turnshow jedoch ein voller Erfolg.