Luftschutzanlage
In zwei Tagen droht Familie der Luftschutzbunker

Eine Familie muss in zwei Tagen aus ihrer aktuellen Wohnung ausziehen, weil der neue Eigentümer die Wohnung selbst braucht. Da die Familie Sozialhilfe bezieht und Schulden hat, ist die Suche nach einer neuen Bleibe ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb droht jetzt der Luftschutzbunker.

Drucken
Teilen

In zwei Tagen muss Ursula Peter mit ihren beiden Söhnen aus der sechs Zimmerwohnung in Hendschiken ausziehen. Findet sie bis dahin keine neue Wohnung, droht der Familie die Zivilschutzanlage. «Ich habe schon Kollegen, die haben aber auch Familie und zu wenig Platz».

Hintergrund des Problems: Der neue Hauseigentümer benötigt die Wohnung für sich selbst. Deshalb sucht die Familie Peter fieberhaft nach einer neuen Wohnung das Problem. Die Absagen stapeln sich. «Die Verwaltungen begründen 80 bis 90 Prozent der Absagen mit dem Betreibungsauszug».Insgesamt belaufen sich die Schulden von Ursula Peter auf 25000 Franken. Nun droht Peter der Luftschutzbunker.

Weder der Kanton, der neue Besitzer der Wohnung noch die Gemeinde wollten zum Fall Stellung nehmen. Allerdings erklärt der Gemeindeammann von Hendschiken, dass die Familie Peter erst die zweite Familie sei, welche keine neue Wohnung fand. (vmu)

Aktuelle Nachrichten