Würenlingen

In Würenlingen patroulliert privater Sicherheitsdienst

«Wir gehen gegen Auswüchse vor»

«Wir gehen gegen Auswüchse vor»

«In Würenlingen hat man sich anständig zu benehmen», findet der Gemeinderat. Unangebrachtes Verhalten will er nicht tolerieren.Deshalb geht jetzt eine private Sicherheitsfirma in Würenlingen auf Streife.

Michael Hunziker

Abfallsünder und Randalierer aufgepasst: Unbewaffnete, uniformierte – und in der Regel unauffällige – Patrouillen sind in Würenlingen zu unterschiedlichen Zeiten auf Rundgängen unterwegs. Von April bis Ende Oktober sorgen sie im Dorf für Sicherheit, Sauberkeit, Ruhe und Ordnung. Kurz: Zu jeder Tages- und Nachtzeit, an sieben Tagen pro Woche, muss mit Kontrollen gerechnet werden.

Erfahrungen sind positiv

«Wie andere Gemeinden haben auch wir im öffentlichen Raum zunehmend mit Littering und Vandalismus zu kämpfen», erklärt der Würenlinger Gemeindeammann André Zoppi. Die Behörde wolle diese Entwicklung nicht tatenlos hinnehmen und habe beschlossen, die private Bewachungs- und Sicherheitsfirma Daru-Wache zu engagieren. «Wir gehen gegen Auswüchse vor und erhoffen uns eine markante Verbesserung der Situation», sagt Zoppi.

Bereits in der Vergangenheit habe die Daru-Wache die neuralgischen Stellen im Dorf überwacht. Die Erfahrungen waren laut Zoppi positiv. Und: Die Verpflichtung der privaten Bewachungs- und Sicherheitsfirma führe zu weniger Beschädigungen und damit zu weniger Ärger.

Polizei wird unterstützt

Die Patrouillen hätten einen klaren Auftrag des Gemeinderates, sagt Zoppi. Sie seien befugt, Ausweis- und Effektenkontrollen durchzuführen und Personendaten aufzunehmen. Fehlbare können also ermittelt werden. Oder anders gesagt: Die öffentlichen Sicherheitsorgane werden unterstützt. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, sind die Einsätze mit der Regionalpolizei abgesprochen.

Die Präsenz der privaten Bewachungs- und Sicherheitsfirma soll gemäss Gemeindeammann Zoppi einen präventiven Charakter haben. «Vielleicht findet ein Umdenken statt.» Bleibe der Erfolg dieser Massnahme aus, müsse aber ein anderer Weg gesucht werden, beispielsweise mit klar definierten Öffnungszeiten für öffentliche Plätze. «Ich bin allerdings nicht für die Einführung neuer Verbote und Verordnungen», meint Zoppi.

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