Dieter Deiss

Sie wollten im Rahmen der Feierlichkeiten «100 Jahre Turnverein Sulz» einen neuen Weltrekord im Barrenturnen aufstellen. Gut 2000 Zuschauer umsäumten das Areal, als Moderator Sven Epiney den Anlass eröffnete. Drei Böllerschüsse waren das Startzeichen.

Beeindruckend war allein schon der Aufmarsch der 350 Turnenden. In Einerkolonne marschierten sie zu zügiger Lautsprechermusik und dem begeisterten Applaus des Publikums auf den Platz. Schön ausgerichtet stand die imposante Turnerschar hinter den 45 Barren. Gespannte Stille herrschte.

Ein Kommando ertönte, Musik setzte ein und das Spektakel begann. Gleichzeitig wurde an allen Barren ein einheitliches Programm geturnt. Als krönender Abschluss befanden sich sämtliche 350 Turnerinnen und Turner in verschiedenen Stellungen auf den 45 Barren.

Obwohl die Urkunde für den Weltrekord erst in ein paar Wochen beim TV Sulz eintreffen wird, war bereits am Sonntag klar, dass die Bedingungen für den Weltrekord in jeder Beziehung erfüllt waren.

Sämtliche Turnenden mussten mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie am Anlass mitgewirkt hatten. Zudem müssen zuhanden der Verantwortlichen beim «Guiness-Buch» Fotos und Filme zum Rekordversuch eingereicht werden.

Hervorragende Organisation

Der Weltrekordversuch hatte eine minuziöse Vorbereitung verlangt. Die Turnenden kamen aus der ganzen Schweiz und gar aus dem Fürstentum Lichtenstein. Sie erhielten die zu turnenden Übungen einige Monate vorher schriftlich sowie auf einem Video zugestellt.

Allein schon die kurzfristige Verlegung des Wettkampfes vom Turnzelt ins Freie war eine organisatorische Meisterleistung. Den drei Hauptverantwortlichen für den Weltrekordversuch kann ein riesiges Kränzlein gewunden werden.

Cyrill Rüede, administrativer Leiter, Jonas Obrist und Thomas Weiss, technische Leiter, hatten den Anlass generalstabsmässig vorbereitet. Abschliessend durften dann diejenigen Sektionen, die mit mindestens sieben Turnenden am Rekordversuch beteiligt waren, im Rahmen einer kleinen Feier, wiederum moderiert von Seven Epiney, einen Minibarren als Erinnerung an den denkwürdigen Anlass in Empfang nehmen.