In Neongrün gegen die Grippe

Grippe-Pandemie-Kleber, wie hier in einem Postauto am Fricker Bahnhof, fallen dank ihrer Farbe auf. (Bild: nbo)

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Grippe-Pandemie-Kleber, wie hier in einem Postauto am Fricker Bahnhof, fallen dank ihrer Farbe auf. (Bild: nbo)

Die neongrünen Kleber machen die Postautopassagiere auf die richtige Verhaltensweise in Zeiten der Schweinegrippe aufmerksam.

Nadine Böni

Urheber der auffallenden Kleber, die seit Anfang Woche in den Postautos des Fricktals angebracht sind, ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Kleber machen denn auch auf die Schweinegrippe aufmerksam. Oder besser: Was Buspassagiere gegen eine Ansteckung im Bus tun können.

Werbung gegen Schweinegrippe

«Gerade in den Postautos macht das Sinn, denn dort sind viele Leute auf engem Raum zusammen. Das sind natürlich ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung des Virus», erklärt Katrin Holenstein vom BAG. Dem stimmt Postautofahrer René Hänggi aus Eiken zu: «Es ist deshalb eine sehr gute Idee, im Postauto auf die Schweinegrippe aufmerksam zu machen.» Auch farblich sprechen die leuchtenden Kleber den Busfahrer an. «Ich finde die Aktion wirklich gelungen. Die Kleber sind etwas transparent, so passen sie gut auf die Scheibe», erklärt er.

Die Kleber in den Postautos sind Teil der vom BAG gestarteten Kampagne gegen die Schweinegrippe. «Nach den Videoclips kommen jetzt die farbigen Kleber in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind der nächste Schritt unserer Kampagne. Danach werden wir Broschüren zur Grippe verteilen», erklärt Katrin Holenstein. Von den leuchtenden Klebern werden in der ganzen Schweiz 6500 Exemplare aufgehängt. In Bus, Tram und eben auch Postautos. Und dies, obwohl die grosse Angst vor der Schweinegrippe langsam nachlässt. «Trotzdem sollte man vorsichtig sein und wachsam bleiben. Besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Postauto. Gerade jetzt, wo es langsam Herbst wird», erklärt Katrin Holenstein.

Fahrgäste sehen Kleber

Reaktionen auf die neuen Kleber hat Hänggi zwar noch nicht bekommen. Trotzdem glaubt er, dass die Fahrgäste die Kleber wahrnehmen. «Es wird schon bemerkt, wenn da etwas Neues hängt», sagt er. Wegen der Schweinegrippe verunsichert seien seine Passagiere aber nicht, glaubt Hänggi. «Ich bekomme die Schweinegrippe hauptsächlich über die Medien und jetzt eben auch über die Kleber mit. Von den Fahrgästen höre ich nichts», sagt Hänggi, «Trotzdem habe auch ich gewisse Vorsichtsmassnahmen getroffen. Ich achte darauf, mir regelmässig die Hände zu waschen, Abstand zu den Fahrgästen zu halten und die Hände nicht zu schütteln. Auch führe ich im Postauto ein Desinfektionsmittel für die Hände mit.»

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