Zürich

In der Stadt Zürich gibt es Sozialhilfe erst nach Arbeitseinsatz

Wer in der Stadt Zürich künftig Sozialhilfe will, muss ein vierwöchiges Beschäftigungsprogramm absolvieren.

Soziale Dienste Zürich

Wer in der Stadt Zürich künftig Sozialhilfe will, muss ein vierwöchiges Beschäftigungsprogramm absolvieren.

Wer in der Stadt Zürich arbeitsfähig ist und neu Sozialhilfe beantragt, muss künftig ein vierwöchiges Beschäftigungsprogramm absolvieren. Erst dann kann er oder sie definitiv in die Sozialhilfe aufgenommen werden.

Wie Rosann Waldvogel, Direktorin der Sozialen Dienste, auf Anfrage erklärte, besteht das Programm aus einfachen Tätigkeiten, beispielsweise Holz- oder Büroarbeiten.

Während des vierwöchigen Einsatzes erhalten die Antragsteller keine Sozialhilfe, sondern einen existenzsichernden Lohn. Bis zur Auszahlung dieses Lohnes werden Überbrückungszahlungen geleistet.

Ziel sei es, während dieser vier Wochen die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Pünktlichkeit der Leute abzuklären und sie mit entsprechender Begleitung vor der Sozialhilfeabhängigkeit zu bewahren. Die Umsetzung erfolgt etappenweise ab 1. Juni.

Wie das städtische Sozialdemartement am Donnerstag mitteilte, lehnt sich der neue Abklärungs- und Aufnahmeprozess an das Modell "Passage" an, mit dem die Stadt Winterthur seit 2001 arbeitet und viel Geld spart. Für jeden in das Programm investierte Franken sparte die Stadt letztes Jahr 4.15 Franken ein.

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