Fussball
In der Region hat es schlagkräftige Fussballer

Spieler und Zuschauer des Burgdorfer Klubs AC Azzurra fallen zweimal negativ auf. Nicht nur Junioren-Teams gerieten mit Schlägerein ins Rampenlicht, jetzt sind es auch die erwachsenen Fussballspieler.

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Fussballfans und Tränengas (Symbolbild)

Fussballfans und Tränengas (Symbolbild)

Keystone

Walter Ryser

Die Wildwest-Szenen auf den regionalen Fussballplätzen nehmen kein Ende. Waren es in jüngster Zeit vor allem Junioren-Teams, die mit Schlägereien, Sachbeschädigungen und Verwüstungen der Infrastruktur Negativ auffielen, waren es am Wochenende die erwachsenen Kicker, die für Negativ-Schlagzeilen sorgten. Gleich zweimal beteiligt war dabei der Burgdorfer Klub AC Azzurra.

Wie «Radio 32» gestern exklusiv berichtete, wurde im Anschluss an das 5.-Liga-Spiel zwischen Hasle-Rüegsau und AC Azzurra Burgdorf der Schiedsrichter von einem Zuschauer mit dem Tod bedroht. Er sei beim Verlassen des Spielfeldes von einer Person angerempelt worden, berichtete der 27-jährige Spielleiter aus Langenthal.

Dabei habe ihm diese zugerufen: «Pass auf, jetzt bringe ich dich noch nicht um, aber du kannst sicher sein, wenn ich dich das nächste Mal sehe, bis du tot.» Abseits dieses Disputs hatten sich die beiden Equipen bereits «angenähert». Laut dem Schiedsrichter sei es ihm Anschluss an die Partie zu einer Massenschlägerei gekommen. Beruhigt habe sich die Lage erst, als die Funktionäre beider Equipen eingriffen.

Spieler und Zuschauer rasten aus

Nicht ganz einverstanden mit den Aussagen des Schiedsrichters ist Sandro Mühlebach, Sportchef des FC Hasle-Rüegsau. Laut ihm hat es nach Spielschluss keine Massenschlägerei gegeben, sondern lediglich eine «Rudelbildung». Auch habe er selber nicht gehört, dass der Schiedsrichter von einem Zuschauer mit dem Tod bedroht wurde.

Für Mühlebach kam das Ganze völlig überraschend, sei doch die Partie zwar hektisch, aber zu keinem Zeitpunkt unfair oder gehässig geführt worden. Auslöser der unschönen Szenen war laut dem Hasle-Sportchef kurz vor Spielende ein Zwischenruf eines Zuschauers an die Adresse eines Azzurra-Spielers. Dieser habe nach Spielschluss den Zuschauer aufgesucht und ihm die Faust ins Gesicht geschlagen.

Der zweite Vorfall ereignete sich kurz vor Schluss der 3.-Liga-Partie Azzurra Burgdorf - Utzenstorf, wie der Website des FC Utzenstorf zu entnehmen ist: «Nach einem Foul an einem Burgdorfer wurde der Utzenstorfer Akteur zuerst vom Gefoulten mit der Faust im Gesicht getroffen, bevor ein Azzurra-Zuschauer auf den Platz stürmte und in Kung-Fu-Manier auf den Utzenstorfer los ging. Ein grössere Eskalation konnte dank den cool reagierenden Utzenstorfer vermieden werden.»