Street Parade
In der Ferrohalle entsteht ein Lovemobile

Unter dem Motto «The Dutch Invasion» nimmt die Organisation Adrenalin Events morgen an der Street Parade teil. Bis das Lovemobile mit 160000 Watt Musikleistung steht, leisten freiwillige Helfer in der Ferrohalle in Wohlen viele Arbeitsstunden.

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In der Ferrohalle entsteht ein Lovemobile

In der Ferrohalle entsteht ein Lovemobile

Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

«Rafi, kannst du mir bitte rasch die Leiter bringen», tönt es vom riesigen Auflieger, der in der früheren Stahlwerkhalle der Ferrowohlen AG steht. Rafael Studer, Projektverantwortlicher für das Lovemobile 2010 bei der Organisation Adrenalin Events, ist derzeit ein sehr gefragter Mann. «Seit Mittwoch sind wir mit dem Aufbau beschäftigt, die Arbeiten gehen gut voran», sagt er.

In der Mitte des gut 30 Meter langen Tiefladers ist bereits der DJ-Bereich aufgebaut, im hinteren Teil werden Boxen montiert, während weiter vorne einige Vierkanthölzer verschraubt werden. «Es ist alles ein bisschen einfacher, weil wir letztes Jahr schon dabei waren, können wir nun auf wertvolle Erfahrungswerte zurückgreifen», sagt Studer.

Der einzige Wagen mit Hardstyle

Aufwändig ist der Bau eines Lovemobiles trotzdem. «Es gibt strenge Vorschriften des Veranstalters zur Länge, Breite und Höhe», erklärt der Projektleiter. Bei der Dekoration und beim Motto sind der Fantasie hingegen keine Grenzen gesetzt. Adrenalin Events tritt morgen in Zürich mit dem Slogan «The Dutch Invasion» auf.

Passend dazu ist ihr Lovemobile holländisch gestylt. «Wir haben Landesflaggen, dazu kleine Windmühlen und viele orange Pappnasen», sagt Rafael Studer. Ausgewählt hat die Organisation das Motto, weil der Musikstil ihres Wagens aus Holland kommt. «Wir sind die Einzigen, die auf ihrem Lovemobile Hardstyle spielen», erklärt Studer.

Wie schon bei der ersten Teilnahme arbeitet Adrenalin Events mit einem holländischen Label zusammen. «Auch jetzt, beim Aufbau, helfen zwei holländische Kollegen von mir mit», sagt Studer. Während der Street Parade werden zwei DJs und ein MC aus den Niederlanden auf dem Lovemobile auftreten. «Wir haben mit 160000 Watt das stärkste Sound-System», freut sich Studer.

«Wir werden nicht reich damit»

Wie hoch das Budget für ihr Lovemobile ist, will Studer nicht verraten. «Es ist eine beträchtliche Summe, und wir werden an der Street Parade nicht reich», sagt er. Weil die Sponsoringauflagen streng sind, ist der Verkauf von Plätzen auf dem Wagen die einzige Möglichkeit, die Kosten zu decken.

«Unser Lovemobile ist ausverkauft, insgesamt werden morgen an der Street Parade rund 240 Personen darauf sein», blickt Studer voraus. «Natürlich bin ich selber auch auf dem Lovemobile, nach der Street Parade werde ich eine Party besuchen, und am Sonntag wird hier in Wohlen alles wieder abgebaut», sagt er. Denn am Montag wird der fahrende Dancefloor bereits wieder als ganz normaler Tieflader im Einsatz sein.

Mehr: www.adrenalin-events.ch

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