Berner Fasnacht

In Bern tanzt nun auch der Fasnachtsbär

Ein Tänzchen mit dem Fasnachtsbären (Archiv)

Ein Tänzchen mit dem Fasnachtsbären (Archiv)

Seit Donnerstagabend sind in Bern die Narren los. Mit der traditionellen Befreiung des Fasnachtsbären aus dem Berner Käfigturm fiel der Startschuss für die drei schönsten Tage in der Bundesstadt.

Pünktlich um 20 Uhr erschien am Fenster des Käfigturms über der wartenden Menschenmenge zunächst aber nicht der Fasnachtsbär, sondern Dällebach Kari, der sich über "dä Soulärm da unge zmitts am achti" beschwerte.

Klar, dass die Guggen sich nicht lumpen liessen und Dällebach Karis Lieblingslied "wie die Blümlein draussen zittern" anstimmten, tatkräftig unterstützt von hunderten von Fasnachtsbegeisterten, die mitsangen und -schunkelten.

So viel Inbrunst lockte schliesslich den Fasnachtsbären aus seinem Winterquartier im Käfigturm hinaus auf die Gassen. Da gab es auch für die zahlreichen Guggen kein Halten mehr. In alle Himmelsrichtungen schwärmten sie aus und in die Strassen und Gassen der Altstadt.

Die Berner Fasnacht dauert bis am Samstag und wird mit dem grossen Umzug und dem anschliessenden Monsterkonzert auf dem Bundesplatz abgeschlossen.

Zum Umzug am Samstag erwarten die Organisatoren zwischen 70'000 und 100'000 Besucher. Bern ist nach Basel und Luzern die drittgrösste Fasnacht der Schweiz.

Dällebach Kari ist das Berner Stadtoriginal schlechthin. Der Coiffeur lebte von 1877 bis 1931. Wegen seiner Hasenscharte und seiner näselnden Sprechweise wurde er oft verlacht. Mit seinem eigenen Humor gab er den Leuten einen anderen Grund zu lachen. Noch heute halten sich im Volksmund unzählige Dällebach Kari-Witze und -Anekdoten.

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