USA

In Arizona protestieren Tausende gegen neues Einwanderungsgesetz

Umstrittenes Einwanderungsgesetz sorgt für Proteste in Arizona

Umstrittenes Einwanderungsgesetz sorgt für Proteste in Arizona

Tausende Menschen haben in Arizona gegen das neue umstrittene Einwanderungsgesetz des US-Bundesstaates demonstriert. Das US-Fernsehen zeigte am Sonntag (Ortszeit) Bilder eines Protestzugs von vor allem hispanischen Demonstranten durch Arizonas Hauptstadt Phoenix.

"Stoppt diese Ungerechtigkeit. Stoppt rassistische Vorurteile", stand auf Schildern der Demonstranten. Laut dem am Freitag unterzeichneten neuen Gesetz, das auch US-Präsident Barack Obama kritisierte, darf die Polizei von Arizona Menschen auf blossen Verdacht hin festnehmen und ihre Papiere überprüfen.

"Was ist ein angemessener Verdacht? Werden wir jetzt wegen eines kaputten Scheinwerfers festgenommen oder wegen unserer Hautfarbe?", sagte einer der Demonstranten, Jose Acosta, dem Sender CNN.

Der demokratische Abgeordnete Luis Gutiérrez aus dem US-Bundesstaat Illinois rief die Demonstranten im spanischsprachigen Sender Univision dazu auf, ihre Kritik gegen das Gesetz aufrechtzuerhalten. "Das Gesetz tritt erst in 90 Tagen in Kraft", sagte er auf Spanisch. "In diesen 90 Tagen werden wir unsere Solidarität demonstrieren. Deshalb sind wir hier."

Unter den Demonstranten in Phoenix waren auch der Bürgermeister Phil Gordon und der demokratische Abgeordnete Raul Grijalva aus Arizona, die das Gesetz ebenfalls ablehnen.

In Arizona, das im Süden an Mexiko grenzt, leben rund 460'000 Einwanderer ohne Papiere. Die meisten stammen aus Mexiko oder Mittelamerika - diese Länder hatten das Gesetz bereits am Wochenende scharf kritisiert. Insgesamt halten sich in den USA elf Millionen Menschen illegal auf.

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