Ab morgen wird Zippo von Roland Stadler, einem Instruktor der Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde in Allschwil, in die Lehre genommen. Die Instruktoren haben jeweils drei Hunde in verschiedenen Ausbildungsstadien unter ihren Fittichen. Je nach Auffassungsgabe der Hunde dauert diese Phase sechs bis zehn Monate.

«Wenn er besteht, muss Zippo eine Prüfung bei einem IV-Experten ablegen und wird danach bei einer sehbehinderten Person platziert», weiss Nadja Stalder. Gemeinsam werden Hund und Halter weitere drei Wochen geschult. Anschliessend wird das Gespann mindestens einmal jährlich besucht.

50 bis 60 Patenfamilien pro Jahr

Die Familie Stalder wird auch weiterhin zukünftige Blindenführhunde ausbilden. Um Patenfamilie zu werden, brauche es vor allem zwei Dinge: viel Zeit und die Bereitschaft, die Arbeit mit dem Hund auf sich zu nehmen. Das Finanzielle regelt die Stiftung. «Pro Jahr brauchen wir 50 bis 60 Patenfamilien», sagt Ugo Sprecher, Bereichsleiter Zucht in Allschwil.

Es werde zunehmend schwieriger, geeignete Patenfamilien zu finden. Der Sprecher sieht mehrere Gründe dafür: «Das klassische Familienmuster ist nicht mehr so gängig. Für die Ausbildung der Hunde sollte zumindest eine Person immer da sein.» Ein Teilzeitjob sei möglich, mehr als 30 Prozent würden aber schwierig.

«Dann wollen sich die Leute nicht mehr für uneigennützige Arbeiten verpflichten. Geldspenden bekommen wir zwar viele, aber Zeit können die wenigsten entbehren», so Sprecher. «Doch die Patenschaft ist eine schöne Aufgabe.» (aw)