Von Roman Schenkel

Normalerweise wohnen die Schlossherren in ihren Schlössern. Im Schloss Auenstein war dies in letzter Zeit nicht der Fall - während fünf Jahren war es unbewohnt. Doch nun kehrt Leben in die alten Mauern zurück: Die Immobilienfirma des Schlossherrn Roger Reller zieht von Dietikon in den Aargau und verkauft künftig Häuser im Schloss.

Zurzeit werden im Schloss noch kleinere Renovationsarbeiten durchgeführt. Im Westen der Burg lässt Reller zudem eine Einstellhalle für einen Teil seiner Oldtimer-Sammlung bauen. Dem Neubau mussten einige grosse Bäume vor dem Schloss weichen. Für einmal sorgt das Fällen von Bäumen aber für Freude. «Das Schloss Auenstein war bis jetzt etwas hinter den grossen Bäumen versteckt», sagt Jürg Lanz, Gemeindeschreiber von Auenstein. «Wenn man vom Schachen her nach Auenstein kommt, sieht man nun wieder, dass wir ein Schloss haben», freut er sich.

Die Projektierung für die Einstellhalle sei in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege entstanden, betont Reto Nussbaumer, stellvertretender Denkmalpfleger des Kantons Aargau. «Die Einstellhalle wird ein in die heutige Zeit übersetztes Gebäude - typologisch wie früher.» Dazu werde die bestehende Schlossmauer ergänzt, die Halle für Rellers Autosammlung daran angebaut. «Bei einem Anbau an ein denkmalgeschütztes Gebäude ist es wichtig, dass das geschützte Gebäude immer noch dominiert», erklärt Reto Nussbaumer. Dies ist im Fall des Schlosses Auenstein gegeben.