Südafrika

Im Schlaf getötet: Schweizerin stirbt nach Leoparden-Angriff

Ein Leopard in den Steppen unterwegs. (Symbolbild)

Ein Leopard in den Steppen unterwegs. (Symbolbild)

Die 32-jährige Schweizerin forschte in einem Wildtierreservat und sei dort im Schlaf von einem Leoparden getötet worden, schreibt die Newswebseite Lowvelder.

In einem Tierschutzcamp in Südafrika ist eine 32-jährige Schweizerin einem Leoparden-Angriff zum Opfer gefallen. Die Frau habe laut dem südafrikanischen Onlineportal «Lowvelder» in ihrer Unterkunft geschlafen, als die Raubkatze sie angriff und tödlich verletzte. Der Vorfall habe sich am 10. November zugetragen.

Laut der lokalen Polizei habe sich die Schweizerin in der Unglücksnacht nicht in einer der üblichen Schlaforte zur Ruhe gelegt: «Sie schlief in einem nur teilweise verdeckten Holzhaus, das höher gelegen ist. Sie ging dort um 22 Uhr schlafen, weil es an jenem Tag sehr heiss gewesen war.» Ihr lebloser Körper sei am nächsten Tag um 5 Uhr entdeckt worden.

Die Schweizerin war Teil einer freiwilligen Expeditionsgruppe, die im Siyafunda Bush Camp in der südafrikanischen Stadt Hoedspruit zwei Wochen lang wild lebende Tiere beobachtet.

Seit der Eröffnung vor elf Jahren sei es laut eigenen Angaben der erste schwere Unfall im Camp gewesen. «Alle Teilnehmer erhalten bei ihrer Ankunft umfassende Sicherheitsanweisungen», gab die Polizei zu Protokoll.

«Ihnen wird ebenfalls klargemacht, dass das Camp nicht umzäunt ist, und dass das Reservat potenziell gefährliche Wildtiere beheimatet.»

Das Siyafunda Bush Camp wurde 2004 zur Überwachung eines Empfängnisverhütungsprogramms bei lokalen Elefanten gegründet.

Die freiwilligen Besucher können dort seither zwischen verschiedenen Aktivitäten auswählen, darunter das Nachzählen des Wildtierbestands oder das Überwachen von Wasserstellen.

Bereits im Juli hatte ein Leopard in Südafrika eine Person angegriffen. Der Führer einer Safaritour war während eines Ausflugs im Kruger Nationalpark von einer der Raubkatzen aus seinem Wagen gezerrt worden.

Der Mann konnte sich losreissen und fliehen. Das Leopardenweibchen war vor dem Angriff in einem ausgehungerten Zustand gewesen, was die Attacke vermutlich begünstigte. Es wurde anschliessend eingeschläfert. (NCH)

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