Vindonissa

Im römischen Vindonissa leben wieder Legionäre

Ausgrabungen in Windisch (Archiv)

Ausgrabungen in Windisch (Archiv)

In Vindonissa kehrt wieder der Alltag der römischen Legionäre ein. Besucher können auf dem Legionärspfad in Windisch AG in die Rolle eines Soldaten schlüpfen und sogar in einer Legionärsunterkunft übernachten. Der Legionärspfad ist ab Dienstag offen.

Die originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkünfte sind in Europa einmalig, wie die Initianten vor den Medien in Windisch betonten. Auf dem Pfad sollen Besucher die Geschichte der Römer unter dem Motto "Spiel dich in die Römerzeit" erlernen.

Mit der gelebten Geschichte sollten Besucher von Nah und Fern nach Vindonissa gelockt werden, sagte der Aargauer Regierungsrat Alex Hürzerler. So trage der Legionärspfad der herausragenden Bedeutung Vindonissas Rechnung.

Familien und Schulklassen können die alte Römerstadt an acht Stationen entdecken. Mit Legionärsrucksack, Karte und Römerpass ausgerüstet gilt es ein Rätsel von Neptun, dem Gott des Wassers, zu lösen.

Bei den acht Posten lauschen Besucher unter anderem Legionärsgesprächen über Feldzüge, plötzliche Vaterfreuden oder Lagerklatsch. Gäste können in einer Legionärsunterkunft, der sogenannten Contubernia, übernachten.

Zum Leben erweckt haben den Legionärspfad vier Studenten der Universität Basel. Sie skizzierten den Pfad vor sieben Jahren in ihrer Diplomarbeit über Kulturmanagement. Die Umsetzung kostete knapp sieben Millionen Franken.

Davon übernahm der Kanton Aargau fünf Millionen Franken. Der Verein "Freunde Vindonissa" fand 15 Sponsoren, welche 1,23 Millionen Franken zum Legionärspfad beitrugen.

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