Im DRS3-Spenden-Container wohnt nun ein Sozialfall

Ein Beriker Sozialhilfebezüger zieht in den ehemaligen Container der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» ein. Am Dienstag wurde die Wohnbox in Berikon aufgebaut.

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Bis letzten Sonntag diente der Wohncontainer den drei Radio-Moderatoren Nik Hartmann, Judith Wernli und Mario Torriani als Rückzugsort. Während der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» schliefen sie im Container, wenn sie nicht gerade im Glashaus auf Sendung waren. Seit Dienstag steht der 2,5 auf 7 Meter grosse Container nun hinter dem Berikerhaus in Berikon und wird zur neuen Wohnung für einen Sozialhilfebezüger.

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Voraussichtlich wird der Sozialhilfebezüger längerfristig im Container leben. «Wir haben in Berikon keine freie Wohnung, die wir dem Mann anbieten können», sagt die Gemeindeschreiberin Michelle Meier. Bezahlbare Wohnungen sind in der rund 4500 Einwohner zählenden Gemeinde auf dem Mutschellen rar.

Andere Alternativen wie der Wegzug in eine andere Gemeinde, ein Hotelzimmer oder ein Zimmer in einer Institution wurden geprüft, aber wieder verworfen. Der Sozialhilfebezüger war damit nicht einverstanden.

Bisher wohnte der Mann in der Zivilschutzanlage von Berikon. Was ursprünglich nur eine Übergangslösung war, dauerte über zwei Jahre an. Problematisch daran war, dass für die Nutzung der Zivilschutzanlage als Wohnraum keine Bewilligung bestand. Der Container war die billigste und am einfachsten umsetzbare Lösung. (ama)