«Im Dialog - die zwei Sammlungen Oskar Reinhart» in Winterthur

Das einladende Plakat zur Bilderschau

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Erstmals sind in Winterthur ZH die beiden Sammlungen von Oskar Reinhart gemeinsam zu sehen. Die vergleichende Ausstellung «Im Dialog» im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten umfasst 280 Gemälde.

Für einmal habe eine vorübergehende Museumsschliessung ihr Gutes, sagte der Winterthurer Stadtpräsident Ernst Wohlwend vor den Medien.

Die aktuelle Renovation der Villa "Am Römerholz" erlaube es, 77 Bilder aus dieser berühmten Sammlung alter Meister und französischer Maler des 19. Jahrhunderts mit rund 200 deutschen, österreichischen und Schweizer Gemälden des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten zusammenzuführen. Oskar Reinhart (1885-1965) hat sie in der Zeit zwischen 1920 und 1960 gekauft.

Die Sammlung "Am Römerholz" hat Reinhart der Eidgenossenschaft geschenkt. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde sie 1970. Seither ist das Bundesamt für Kultur (BAK) dafür zuständig. Gastkurator der Ausstellung "Im Dialog" ist Lukas Gloor, Direktor der Sammlung Bührle in Zürich. Für ihn ergibt sich damit die einmalige Gelegenheit, die Sammlungen Reinharts als eine einzige Sammlung zu begreifen.

Die Ausstellung hat Gloor thematisch gegliedert. Man geht durch Räume mit Porträts, mit Stillleben oder mit Landschaften. Die Titeltäfelchen aus der Sammlung "Römerholz" sind mit schwarzen Balken gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben ist nicht die ausgesuchte Qualität der Exponate, vielmehr der im Titel versprochene "Dialog", der immer wieder zustande kommt.

Nach Möglichkeit hat Gloor Werke von französischen und deutschen/schweizerischen Malern nebeneinander gehängt, oder aber Gemälde alter und neuer Meister. So findet sich Delacroix' "Ophelias Tod" (1844) neben Böcklins "Triton und Nereide" (1877), Corots "Steiniger Kastanienwald" (1831/36) neben Kollers "Die Richisau" (1858) und Poussins "Die Heilige Familie" (1630) neben Böcklins "Die Gefilde der Seligen" (1877). Zu den Höhepunkten zählen die Wände mit Bildnissen von Renoir, Leibl, Manet und Hodler.

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