Im Bolacker ist eine Entwicklung möglich

Ein neuer Zonenplan und eine Lösung für die Asyl-Unterkunft. Zwei Traktanden, die der Gemeinderat erst in der nächsten Legislatur erledigt.

Nora Althaus

«Wir sind in den letzten vier Jahren nicht viel vorwärts gegangen.» Mit diesen Worten lässt der abtretende Gemeinderat Urs Steiner die Legislatur ausklingen. Man habe es zum Beispiel versäumt, Firmen nach Obergerlafingen zu holen. Gemeindepräsident Beat Muralt (FdP) ist aber, was das Vorwärtsgehen anbelangt, vom politischen Standpunkt her anderer Ansicht. «Natürlich sind wir eine strukturschwache Gemeinde, da wir nur natürliche Personen als Steuerzahler haben», meinte dieser. Jedoch habe man mit dem Bolacker eine gute Entscheidung getroffen. Dieser habe Potenzial und sei entwicklungsfähig. Eine neue Zonenplanung wolle man in der neuen Legislatur in die Hand nehmen. In dieser Neuplanung wird auch das Land der Gemeinde einbezogen werden. Eine Erfassung des Gemeindelandes zeigt, dass einiges davon nicht bebaut und auch nicht eingezont ist.

Noch keine neue Asyl-Wohnung

Bis im September sollte Obergerlafingen vier zusätzliche Asylsuchende aufnehmen. Weil sich aber keine Wohnungen finden, sucht man im Ressort Soziales nach Lösungen. Die Erweiterung des momentanen Containers um einen zweiten würde die Gemeinde insgesamt rund 40 000 bis 50 000 Franken kosten. Andere Lösungen wurden auch abgeklärt, kommen aber nicht infrage. Die Containerlösung wird zwar in Betracht gezogen, aber bevor der Rat entscheidet, will er die neuen Bestandesaufnahmen abwarten. Je nachdem

sind es dann nur zwei bis drei neue Asylbewerber. «Wenn man sich weigert, mehr Bewerber aufzunehmen, wird man vom Kanton mit einem Geldbetrag bestraft», meint André Fröhlicher (SP). Vielleicht müsse man einen Kompensationsbetrag einfach auf sich zukommen lassen, meinte jedoch die Ratsmehrheit. Genaueres soll in der neuen Legislatur entschieden werden.

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