Illegaler Handel

Illegaler Kaviarhandel aus Rumänien und Bulgarien aufgedeckt

Kaviar gilt als Delikatesse (Archiv)

Kaviar gilt als Delikatesse (Archiv)

Die Naturschutzorganisationen WWF und Traffic haben einen illegalen Kaviarhandel aus Rumänien und Bulgarien aufgedeckt. Obwohl in beiden Ländern ein Fangverbot gilt und der Handel mit dem Rogen wild lebender Störe weltweit geächtet ist, würden die Störe dort befischt.

In mehr als zehn Prozent der untersuchten Proben fand sich Kaviar des vom Aussterben bedrohten und besonders begehrten Beluga-Störs, wie der WWF in Hamburg mitteilte. Studienautorin Jutta Jahrl vom WWF zufolge sind wegen Wilderei und Kaviar-Handel bereits jetzt fünf von sechs Donau-Störarten vom Aussterben bedroht.

Für die Untersuchung hatten verdeckte Mitarbeiter von WWF und Traffic in Rumänien, Bulgarien und Österreich insgesamt 30 Kaviar-Proben gekauft. Um die Störart zu bestimmen und festzustellen, ob das Produkt korrekt deklariert war, wurde jede Probe vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierkunde einer DNA-Analyse unterzogen.

Die in Wien erworbenen, falsch deklarierten Dosen bulgarischen Kaviars waren über einen gutgläubigen Händler in Hamburg nach Österreich gelangt. Deutschland gehört zu den weltweit grössten Kaviarimporteuren.

Der Beluga-Stör oder Europäische Hausen ist der grösste unter den etwa 25 Stör-Arten. Er kann über fünf Meter lang und zwei Tonnen schwer werden. Hausen leben im Schwarzen Meer sowie im Kaspischen Meer und ziehen zum Laichen alle zwei bis vier Jahre grosse Flüsse wie die Donau hinauf. Heute sind die urzeitlichen Fische vom Aussterben bedroht.

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