Romy Latscha
«Ich selbst bin keine Künstlerin»

Romy Latscha ist Präsidentin der Bremgartner Künstlervereinigung. Sie hat lange im Ausland gelebt.

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Romy Latsch

Romy Latsch

«Schön», sagt sie, «dass ich auch mal sehe, wer hinter der Zeitung steckt.» Romy Latscha ist etwas aufgeregt, als sie den AZ-Redaktor bereits um 9 Uhr bei der Eingangstür der «Sonne» im Bremgarten empfängt. Die Präsidentin der Bremgarter Künstlervereinigung will sich bedanken. «Wir fühlen uns unterstützt. Den enormen Zulauf habe ich auch der Zeitung zu verdanken.»

Mit Lob geizt Latscha auch beim a-z-Onlineportal nicht, das Vereinen eine Plattform zur Verfügung stellt. «Da bin sogar ich als Hausfrau fähig, einen Artikel oder einen Film hochzuladen», schmunzelt sie. Dies erübrige beinahe die eigene Homepage.

In Thailand und Holland gelebt

Die Anfangsnervosität hat Romy Latscha mit dem ersten Schluck Espresso abgelegt. Sie erzählt von ihrem Leben im Ausland. Die gebürtige Baslerin lebte drei Jahre in Thailand, danach elf Jahre in den Niederlanden. Seit der Rückkehr in die Schweiz widmet sich Latscha vermehrt der Malerei. Sie initiierte die Malwochenenden, die heuer zum fünften Mal stattfinden. Hobbymaler stellen dabei ihre Staffelei an einem Wochenende im Reussstädtchen auf.

«Wenn ich allein bin, getraue ich mich nicht, draussen zu malen. Ich fühle mich zu ausgestellt», erklärt Latscha die Idee für das kollektive Malen.

Vor eineinhalb Jahren gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Künstlervereinigung, die ein eigenes Atelier betreibt. «Ich selbst bezeichne mich aber nicht als Künstlerin.»

Es ist 10 Uhr, der Espresso ist längst getrunken. Latscha wirkt erleichtert. Beim obligaten Fototermin steigt der Adrenalinspiegel aber nochmals an: «Ich bin immer so aufgeregt, wenn ich abgelichtet werde.» (fam)