Er entscheidet sich, am Boden zu bleiben und macht ein entsprechendes Zeichen, das laut seiner Schilderung auf Youtube vom Mann mit der Startflagge auch verstanden wird. 

Der Pilot öffnet also seine Kabine und wartet darauf, dass er und sein Flugzeug von der Landebahn geschoben werden. 

Doch dann kommt alles anders. Der Flieger hinter ihm rast trotz aller Signale mit rund 95 Stundenkilometern über die Landebahn – direkt auf ihn zu. 

«Heftig und laut»

«Der Aufprall war heftig und laut», schildert Richard. Der Flieger streift mit dem Flügel sein Flugzeug – nur ganz knapp über seinem Kopf. Richards Flugzeug wird herumgewirbelt und kommt nach einer 180-Grad-Drehung zum Stehen.

Drei Dinge sind dem Piloten dabei durch den Kopf gegangen. Vor allem: «Mach dich so klein wie möglich, um weitere Verletzungen zu vermeiden, so lange sich das Flugzeug noch bewegt.» Er versucht, sich nicht zu bewegen und steigt deshalb auch nicht aus dem Flieger. Und: Er weiss, seine eine Hand ist verletzt, den Handschuh wagt er aber nicht auszuziehen.

Ein Leben weniger ...

Vollkommen regungslos bleibt Thom Richard also sitzen. Hilfe kommt schnell. Ein Mann befreit ihn aus den Gurten und aus dem Sitz. 

«Ich habe mal wieder eines meiner neun Leben aufgebraucht», so Richard. «Aber wenn man schon neun hat, dann sollte man auch einen Plan haben, wie man diese nutzt.» In Richards Fall: weiterfliegen. (smo)